Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » Microsoft Aktie: Bewährungsprobe naht

Microsoft Aktie: Bewährungsprobe naht

Microsofts Aktie verliert deutlich, da das Wachstum der Cloud-Sparte Azure nachlässt und die Investitionsausgaben stark steigen. Die Quartalszahlen Ende April werden zum Stimmungstest.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Azure-Wachstum verlangsamte sich auf 39 Prozent
  • Investitionsausgaben stiegen massiv um 66 Prozent
  • Aktie notiert 18 Prozent unter Jahreshoch
  • Quartalszahlen am 29. April als Schlüsselereignis

Der Technologieriese Microsoft steht vor einem entscheidenden Termin. Während das Unternehmen weiterhin Milliarden in Künstliche Intelligenz und Infrastruktur pumpt, wächst an der Wall Street die Skepsis über die Rentabilität dieser Investitionen. Wenn am 29. April die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal präsentiert werden, geht es um weit mehr als nur um Umsatz und Gewinn – es geht um das Vertrauen der Investoren in die Cloud-Strategie.

Die Ursachen der Kursverluste

Die aktuelle Nervosität hat einen klaren Ursprung. Ende Januar präsentierte der Konzern zwar starke Quartalsergebnisse, enttäuschte jedoch bei einem entscheidenden Detail: Das Wachstum der wichtigen Cloud-Sparte Azure verlangsamte sich leicht auf 39 Prozent und verfehlte damit die hohen Markterwartungen knapp. Gleichzeitig stiegen die Investitionsausgaben (Capex) massiv um 66 Prozent auf 37,5 Milliarden US-Dollar an.

Diese Kombination aus leicht nachlassender Dynamik im Kerngeschäft und explodierenden Kosten sorgte für einen deutlichen Bewertungsabschlag. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Minus von 18,35 Prozent und notierte gestern bei einem Schlusskurs von 329,55 Euro. Damit bewegt sich der Titel nur rund sechs Prozent über seinem 52-Wochen-Tief, was die anhaltende Zurückhaltung der Marktteilnehmer widerspiegelt.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Microsoft?

Blick auf das dritte Quartal

Trotz der jüngsten Kursverluste bleibt die Mehrheit der Experten fundamental optimistisch. Dies zeigt sich auch in der historisch günstigen Bewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 22, womit Microsoft unter seinem Fünf-Jahres-Durchschnitt gehandelt wird. Für den anstehenden Bericht Ende April liegen folgende konkrete Prognosen vor:

  • Bereinigter Gewinn je Aktie: 4,04 US-Dollar (Konsensschätzung)
  • Gesamtumsatz: 80,65 bis 81,75 Milliarden US-Dollar (Unternehmensprognose)
  • Azure-Wachstum: 37 bis 38 Prozent (Unternehmensprognose)

Das anstehende Zahlenwerk am 29. April wird die Richtung für den weiteren Jahresverlauf vorgeben. Gelingt es Microsoft, das Azure-Wachstum auf dem prognostizierten Niveau zu stabilisieren und die hohen Infrastrukturinvestitionen in steigende Umsätze umzumünzen, dürfte sich der Fokus der Investoren wieder auf den massiven Auftragsbestand von 625 Milliarden US-Dollar richten.

Anzeige

Microsoft-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Microsoft-Analyse vom 9. April liefert die Antwort:

Die neusten Microsoft-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Microsoft-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Microsoft: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Microsoft

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.