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Microsoft Aktie: 5.500 Stellen ab Juli gestrichen

Microsoft streicht rund 5.500 Stellen, um Milliarden in KI-Projekte umzuleiten. Der Aktienkurs verliert trotz leichter Erholung monatlich stark.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Stellenabbau von 5.500 Jobs
  • Fokus auf KI-Infrastruktur
  • Abgang von Sicherheitschefin Vasu Jakkal
  • Aktie mit 17 Prozent Monatsminus

Microsoft baut um. Der Softwarekonzern streicht ab Anfang Juli rund 5.500 Stellen. Das Ziel: massiv Kapital für den Ausbau der Künstlichen Intelligenz freimachen.

Die Entlassungswelle trifft knapp 2,5 Prozent der gesamten Belegschaft. Besonders im Fokus stehen die Xbox-Sparte sowie der Vertrieb und die Beratung. Vorausgegangen war bereits ein freiwilliges Abfindungsprogramm im April. Etwa ein Drittel der berechtigten US-Mitarbeiter nahm dieses Angebot an.

Fokus auf KI-Infrastruktur

Hinter dem Stellenabbau steht eine strategische Umschichtung. Microsoft pumpt im Geschäftsjahr 2026 mehr als 100 Milliarden Dollar in KI-Projekte. Traditionelle Geschäftsbereiche müssen dafür weichen.

Dieser Trend erfasst aktuell die gesamte Tech-Branche. Im ersten Halbjahr 2026 strichen Technologiekonzerne über 123.000 Jobs. Das entspricht einem Anstieg von 66 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Bei Microsoft zeigt sich der Sparkurs exemplarisch im Gaming-Bereich. Das Unternehmen stoppte kürzlich die Finanzierung für das Spiel „Project Fantasy“. Andere Großprojekte wie Hideo Kojimas „OD“ laufen indes weiter. Das Management verlagert lediglich die internen Prioritäten.

Wechsel an der Spitze

Parallel zur Umstrukturierung verliert Microsoft eine wichtige Führungskraft. Vasu Jakkal verließ das Unternehmen Ende Juni. Die Managerin baute das Sicherheitsgeschäft in sechs Jahren zu einem 20-Milliarden-Dollar-Bereich auf. Ein Nachfolger steht zum Start des neuen Geschäftsjahres noch nicht fest.

Aktie sucht den Boden

An der Börse reagieren Anleger nervös auf den Umbruch. Zwar notiert die Aktie heute leicht im Plus bei 329,45 Euro. Auf Monatssicht steht jedoch ein Minus von knapp 17 Prozent auf der Anzeigetafel.

Damit bewegt sich der Kurs spürbar unter der 50-Tage-Linie von 351,01 Euro. Der Abstand zum 52-Wochen-Tief aus dem späten Juni beträgt aktuell nur noch gut sieben Prozent. Hält diese Unterstützung nicht, droht ein weiterer Rücksetzer in Richtung der 300-Euro-Marke.

Diskussion zu Microsoft

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.