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Micron Technology Aktie: Knappheit treibt Rekordjagd

Die globale Nachfrage nach KI-Speicherchips übersteigt das Angebot bei weitem. Micron reagiert mit Milliardeninvestitionen in die Produktion, während die Aktie neue Höchststände erreicht.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • HBM-Chips für KI sind bereits für 2026 ausverkauft
  • Milliardeninvestitionen in neue Fertigungskapazitäten
  • Umsatz und Gewinn im letzten Quartal deutlich gestiegen
  • Aktienkurs erreicht neues 52-Wochen-Hoch

Der unersättliche Hunger nach Künstlicher Intelligenz führt derzeit zu einem massiven Engpass bei Speicherchips weltweit. Micron Technology profitiert als einer der wenigen Anbieter von dieser Entwicklung und sieht sich mit einer Nachfrage konfrontiert, die das aktuelle Angebot bei weitem übersteigt. Während die Auftragsbücher prall gefüllt sind, reagiert der Konzern nun mit einer Milliarden-Offensive auf die Produktionsengpässe.

Alles ausverkauft?

Treibende Kraft hinter der jüngsten Kursrallye ist ein anhaltendes Ungleichgewicht am Markt. Insbesondere High-Bandwidth Memory (HBM), das für leistungsstarke KI-Anwendungen unverzichtbar ist, ist Mangelware. Sowohl Micron als auch die Wettbewerber haben signalisiert, dass ihre HBM-Produktion für das gesamte Jahr 2026 bereits ausverkauft ist. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass diese Knappheit – die auch die Preise für klassische DRAM-Speicher auf den höchsten Stand seit 2019 treibt – bis weit ins Jahr 2027 anhalten könnte.

Die Aktie spiegelt diese Sonderkonjunktur wider: Mit einem Plus von rund 390 Prozent auf Sicht von zwölf Monaten erreichte das Papier gestern bei 437,80 US-Dollar ein neues 52-Wochen-Hoch.

24 Milliarden Dollar für Singapur

Um die Abhängigkeit von begrenzten Kapazitäten zu lösen, kündigte das Unternehmen Ende Januar eine massive Investition an. Rund 24 Milliarden US-Dollar fließen in den Ausbau der Fertigung in Singapur. Geplant ist eine Erweiterung der Reinraumflächen um gut 65.000 Quadratmeter (700.000 Quadratfuß) für die NAND-Produktion.

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Ergänzend dazu baut Micron für 7 Milliarden US-Dollar eine separate Anlage für fortschrittliches Packaging, die speziell auf die dringend benötigten HBM-Chips ausgerichtet ist. Allerdings erfordern diese Maßnahmen Geduld: Während die Packaging-Anlage bereits 2027 zur Versorgung beitragen soll, wird der Produktionsstart der großen Erweiterung erst für die zweite Jahreshälfte 2028 erwartet.

Starke Zahlen im Rücken

Die operative Entwicklung untermauert den Optimismus der Investoren. Im ersten Geschäftsquartal 2026 sprang der Umsatz auf 13,64 Milliarden US-Dollar – ein deutlicher Anstieg gegenüber den 8,71 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Auch die Profitabilität überzeugte: Der GAAP-Nettogewinn belief sich auf 5,24 Milliarden US-Dollar, da Micron seine Position als Schlüssellieferant für die neuen Grafikprozessoren von Nvidia und AMD festigen konnte.

Anleger blicken nun auf Mitte März 2026, wenn Micron voraussichtlich die Bücher für das nächste Quartal öffnet. Entscheidend für den weiteren Kursverlauf wird sein, ob das Unternehmen den Spagat zwischen ausverkauften Lagern und dem aggressiven Ausbau der Kapazitäten meistert, ohne Marktanteile an die südkoreanische Konkurrenz zu verlieren.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.