Micron Technology gehört zweifellos zu den großen Gewinnern des KI-Booms, doch nach einer beeindruckenden Rallye fragen sich viele Marktteilnehmer, wie viel Luft nach oben noch besteht. Offenbar eine ganze Menge, wenn es nach einem optimistischen Analystenhaus und einem Mitglied der Führungsetage geht. Während Rosenblatt Securities ein extrem ambitioniertes Kursziel ausruft, setzt ein Insider ein Millionen-Statement und kauft im großen Stil eigene Aktien – trotz der Nähe zum Allzeithoch.
Rosenblatt sieht 500 Dollar
Rosenblatt Securities positioniert sich aktuell als der aggressivste Optimist an der Wall Street. Das Analysehaus bestätigte in dieser Woche sein „Buy“-Rating und hält an dem Kursziel von 500 US-Dollar fest. Die Investmentbank begründet diese Einschätzung mit einem verlängerten Speicher-Zyklus, der maßgeblich durch Künstliche Intelligenz getrieben wird.
Die Analysten sehen einen weiterhin unersättlichen Bedarf an High Bandwidth Memory (HBM), insbesondere von Schlüsselkunden wie Nvidia im Rechenzentrums-Sektor. Zudem dürfte die Preismacht bei DRAM und NAND dank eines disziplinierten Angebotswachstums bis ins Jahr 2026 hinein stabil bleiben. Das Kursziel von 500 Dollar impliziert ein Bewertungs-Multiple von etwa 14 auf die geschätzten Gewinne für das Geschäftsjahr 2027 und spiegelt Microns Wandlung vom reinen Speicher-Hersteller zum kritischen Infrastruktur-Anbieter für KI wider. Andere Häuser wie TD Cowen (450 Dollar) oder HSBC (330 Dollar) zeigen sich ebenfalls positiv, wenn auch etwas zurückhaltender.
Millionen-Investition aus dem Board
Untermauert wird der Analysten-Optimismus durch signifikante Transaktionen aus den eigenen Reihen. Teyin Liu, Mitglied des Boards, investierte am 14. Januar rund 7,8 Millionen US-Dollar in Micron-Aktien. Laut den eingereichten Unterlagen erwarb Liu 23.200 Anteile zu Preisen zwischen 336 und 337 US-Dollar.
Ein Insider-Kauf dieser Größenordnung ist bemerkenswert, besonders da der Titel in den letzten zwölf Monaten bereits um über 280 Prozent zugelegt hat. Marktbeobachter werten dies als klares Signal, dass die Führungsebene die aktuelle Bewertung im Verhältnis zur langfristigen Ertragskraft des Unternehmens weiterhin für attraktiv hält.
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Strategische Expansion in Taiwan
Auch auf operativer Ebene drückt der Konzern aufs Tempo, um die hohe Nachfrage bedienen zu können. Micron hat eine definitive Vereinbarung unterzeichnet, um für 1,8 Milliarden US-Dollar in bar eine Fertigungsanlage in Taiwan von der Powerchip Semiconductor Manufacturing Corporation (PSMC) zu übernehmen.
Der Deal soll im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden und dem Unternehmen zusätzliche Reinraumflächen verschaffen, um die DRAM-Produktion auszubauen. Damit adressiert CEO Sanjay Mehrotra direkt die Kapazitätsengpässe im HBM-Markt, der laut Unternehmensangaben für das gesamte Jahr 2026 bereits ausverkauft ist.
Der nächste wichtige Termin für Anleger ist der 1. April 2026, wenn Micron die Ergebnisse zum zweiten Geschäftsquartal vorlegt. Der Markt rechnet mit Umsätzen nahe 20 Milliarden US-Dollar. Die Kombination aus der strategischen Expansion, den massiven Insider-Käufen und dem robusten 50-Tage-Trend bietet eine fundamentale Basis, die auch skeptische Anleger angesichts der jüngsten Kursgewinne beruhigen könnte.
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