Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » Micron Technology Aktie: Burry wettet weiter dagegen
Symbolbild, KI-generiert

Micron Technology Aktie: Burry wettet weiter dagegen

Micron meldete im dritten Fiskalquartal 41,46 Milliarden Dollar Umsatz; Burry setzt auf fallende Speicherpreise, Analysten bleiben überwiegend positiv.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Burry erhöhte seine Micron-Short-Position zum dritten Mal
  • Quartalsumsatz stieg auf 41,46 Milliarden Dollar
  • 28 von 29 Analysten empfehlen Micron zum Kauf
  • Micron stellte 50 Milliarden Dollar Quartalsumsatz in Aussicht

Michael Burry gehört nicht zu denen, die sich von Rekordzahlen beeindrucken lassen. Während Micron nach einem Ausnahmequartal über der Marke von 1.000 Dollar notiert, hat der Investor seine Short-Position gegen den Speicherhersteller erneut aufgestockt — bereits zum dritten Mal seit Juli.

Ein Szenario aus steigenden Preisen und hartem Rückschlag

Burry begründet seinen Schritt mit einem klassischen Überhitzungsargument: Speicherpreise seien zu weit gestiegen, ein deutlicher Rückgang folge auf dem Fuß. Als Beleg zitiert er Acer-Chef Jason Chen, der vor wachsenden Lagerbeständen bei älteren Speichergenerationen und zunehmender chinesischer Konkurrenz gewarnt haben soll.

Der Investor weitete im selben Zug auch seine Short-Wetten gegen Nebius, den SOXX-Chip-ETF und Palantir aus — parallel erhöhte er Long-Positionen etwa bei Birkenstock und MercadoLibre.

Trotz der Short-Attacke zeigte sich die Micron-Aktie zuletzt robust. Ein Rückgang von rund zwei Prozent an einem Handelstag reichte nicht, um die psychologische Marke von 1.000 Dollar zu unterschreiten. Seit Jahresbeginn steht für Anleger ein Kursplus von 276 Prozent zu Buche, auf Zwölfmonatssicht sind es 583 Prozent.

Rekordquartal als Gegenargument

Die Zahlen, an denen sich Burrys These messen lassen muss, sind beeindruckend. Im dritten Fiskalquartal 2026 erzielte Micron einen Umsatz von 41,46 Milliarden Dollar — ein Plus von 346 Prozent zum Vorjahr und 74 Prozent zum Vorquartal. Der Gaap-Nettogewinn lag bei 28,24 Milliarden Dollar, DRAM steuerte 76 Prozent zum Umsatz bei.

Für das laufende vierte Fiskalquartal, dessen Zahlen am 30. September nach Börsenschluss anstehen, hatte Micron bereits im Juni einen Umsatz von 50 Milliarden Dollar sowie eine Bruttomarge von rund 86 Prozent in Aussicht gestellt.

Optionsdaten deuten auf eine mögliche Kursbewegung von 7,8 Prozent rund um die Veröffentlichung hin — in vier der vergangenen acht Berichtsquartale fiel die tatsächliche Bewegung stärker aus als von den Optionsmärkten erwartet, zuletzt im Juni mit 18,9 Prozent gegenüber implizierten 11,4 Prozent.

Analystenhaus contra Short-Seller

Die Wall Street teilt Burrys Skepsis bislang nicht. Citi-Analyst Atif Malik hob sein Kursziel auf 1.300 Dollar an, Wolfe Research und UBS-Analyst Timothy Arcuri nannten 1.500 beziehungsweise 1.625 Dollar. Von 29 erfassten Analysten empfehlen 28 die Aktie zum Kauf, nur einer rät zu Halten — die Kursziele reichen von 1.100 bis 2.200 Dollar.

Damit prallen zwei fundamental unterschiedliche Lesarten aufeinander: Burry sieht ein zyklisches Überangebot heraufziehen, die Mehrheit der Analysten setzt auf anhaltend starke Nachfrage durch KI-Speicherchips wie HBM4. Der Quartalsbericht am 30. September dürfte zeigen, welche These aktuell mehr Substanz hat.

Anzeige

Micron Technology-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Micron Technology-Analyse vom 24. September liefert die Antwort:

Die neusten Micron Technology-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Micron Technology-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Micron Technology: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Micron Technology

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.