Die größten Technologiekonzerne der Welt öffnen ihre Geldbeutel wie selten zuvor — und Micron Technology steht im Zentrum dieser Entwicklung. Die jüngste Berichtssaison der Hyperscaler hat die Erwartungen an den Speicherchip-Markt neu kalibriert.
725 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur
Meta, Alphabet, Microsoft und Amazon haben ihre kombinierten Investitionsbudgets für 2026 auf 725 Milliarden Dollar angehoben — von zuvor 670 Milliarden Dollar. Der Haupttreiber: steigende Kosten für KI-Infrastruktur und der rasche Ausbau von Rechenzentren.
Alphabet-Chef Sundar Pichai räumte ein, sein Unternehmen sei nach wie vor „compute-constrained“. Meta-Gründer Mark Zuckerberg begründete die höheren Ausgaben explizit mit gestiegenen Speicherpreisen. KI-Server benötigen erheblich mehr Arbeitsspeicher als klassische Architekturen — das stützt die Nachfrage nach fortschrittlichem DRAM und High-Bandwidth Memory (HBM) direkt.
Analystenhaus setzt Street-Höchstziel von 1.000 Dollar
DA Davidson initiierte die Abdeckung der Aktie am 28. April mit einem „Buy“-Rating und einem Kursziel von 1.000 Dollar — dem höchsten auf dem gesamten Markt. Die Analysten argumentieren, der aktuelle Speicherzyklus sei strukturell anders als historische Muster: länger, resilienter, mit einer „strukturell höheren Preisobergrenze“. Das neue Ziel übertrifft frühere Höchstschätzungen anderer Häuser von 700 und 825 Dollar deutlich.
Hinter dieser Einschätzung steckt die These, dass Rechenkapazität und Nachfragegenerierung sich gegenseitig verstärken — ein Kreislauf, den der Markt in seiner Tragweite noch unterschätze.
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Kurs nahe Allzeithoch, Bewertung im Aufwind
Die Aktie markierte Ende April ihr 52-Wochen-Hoch bei knapp 447 Euro und notiert aktuell rund 2,6 Prozent darunter. Auf Jahressicht hat sich der Kurs mehr als versechsfacht. Der RSI von 38,8 signalisiert dabei keine überhitzte Lage.
Erste Group Bank hob ihre Gewinnschätzung für das Geschäftsjahr 2026 auf 57,26 Dollar je Aktie an. Für 2027 erwartet das Institut aggressive 99,78 Dollar je Aktie. Das Management unterstrich das Vertrauen in die Cashflow-Entwicklung mit einer Dividendenerhöhung um 30 Prozent auf 0,15 Dollar je Quartal.
27 Wall-Street-Analysten vergeben derzeit ein „Strong Buy“ — ein breiter Konsens, der die Erwartungen an den HBM4-Zyklus widerspiegelt. Am 20. Mai präsentiert Micron auf der J.P. Morgan Global Technology Conference in Boston und dürfte dort Details zum Fertigungsfahrplan und zur HBM4-Nachfrage liefern.
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