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Micron Aktie: UBS hebt Kursziel auf 1.625 Dollar

Micron erreicht dank HBM4-Auslieferung und Rekordumsatz eine Billion Dollar Börsenwert. Die Nachfrage übersteigt das Angebot bei Weitem.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Börsenwert von einer Billion Dollar geknackt
  • HBM4-Speicher in Massenproduktion für Nvidia
  • Umsatz steigt um 196 Prozent auf 23,9 Mrd. Dollar
  • Kapazitäten für 2026 komplett ausgebucht

Micron Technology hat die Marke von einer Billion Dollar Börsenwert geknackt — und die Aktie zeigt keine Anzeichen einer Pause. Binnen zwölf Monaten hat sich der Kurs fast verzehnfacht, allein seit Jahresbeginn steht ein Plus von rund 210 Prozent. Was dahinter steckt, ist keine spekulative Wette, sondern eine handfeste Angebotsknappheit bei der wichtigsten Speichertechnologie des KI-Zeitalters.

HBM4 läuft, Nachfrage übersteigt Angebot bei Weitem

Micron liefert seit Kurzem HBM4-Speichermodule in großen Stückzahlen aus — speziell für Nvidias neue „Vera Rubin“-Architektur. Der Schritt von der Entwicklungsphase in die Massenproduktion ist vollzogen. Das Problem: Micron kann derzeit nur 50 bis 66 Prozent der mittelfristigen Kundennachfrage bedienen. Hyperscaler wie Amazon, Microsoft, Alphabet und Meta drängen auf langfristige Lieferverträge, weil sie schlicht keine Alternative sehen.

Das Management hat bestätigt, dass die HBM-Kapazitäten für den Rest des Kalenderjahres 2026 vollständig vergeben sind. Ein erheblicher Teil der Bit-Produktion für das Geschäftsjahr 2027 ist ebenfalls bereits unter Mehrjahresverträgen gebunden.

Zahlen, die kaum zu glauben sind

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Micron einen Umsatz von 23,86 Milliarden Dollar — ein Plus von 196 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Nettogewinn belief sich auf 13,79 Milliarden Dollar, der Gewinn je Aktie auf 12,20 Dollar. Die Non-GAAP-Bruttomarge lag bei 75 Prozent, der freie Cashflow erreichte mit 6,9 Milliarden Dollar einen Rekordwert.

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Analysten sehen die Nachfrage nach DRAM und HBM inzwischen jenseits klassischer Halbleiterzyklen — als strukturelles Wachstumsphänomen, das von der Expansion der Rechenzentrumsinfrastruktur getragen wird.

Ausblick: Q3 soll alle Rekorde brechen

Für das laufende dritte Quartal erwartet Micron einen Umsatz von rund 33,5 Milliarden Dollar — mehr als das Unternehmen in irgendeinem vollständigen Geschäftsjahr vor 2024 eingenommen hat. Die Bruttomarge soll auf 81 Prozent steigen, der Gewinn je Aktie zwischen 18,75 und 19,55 Dollar liegen. Die offiziellen Quartalszahlen erscheinen am 24. Juni 2026 nach US-Börsenschluss.

Trotz der Rally — die Aktie notiert auf einem neuen 52-Wochen-Hoch von 833,10 Euro — erscheint die Bewertung moderat. Micron wird mit dem rund Siebenfachen des für das Geschäftsjahr 2027 erwarteten Gewinns gehandelt, deutlich unter den Multiples vergleichbarer Halbleiterwerte. UBS hat das Kursziel zuletzt auf 1.625 Dollar angehoben. Citigroup und Melius Research bleiben mit 840 beziehungsweise 700 Dollar deutlich zurückhaltender — ein Hinweis darauf, wie weit die Meinungen über das weitere Aufwärtspotenzial auseinandergehen.

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Diskussion zu Micron

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.