Bei Micron haben elf Funktionäre der Gewerkschaft am Standort Taoyuan am 22. Oktober einen symbolischen Streik begonnen. Der auf 24 Stunden angelegte Arbeitskampf richtete sich gegen die Regelungen zu Boni und Gewinnbeteiligung. Reuters berichtete über den Streik, während Micron auf eine gesonderte Vereinbarung mit der Gewerkschaft in Taichung verwies.
Neue Vergütungsregeln für Beschäftigte
Micron kündigte an, ab dem Geschäftsjahr 2027 weltweit quartalsweise gewinnabhängige Boni für Beschäftigte einzuführen. Diese sollen zusätzlich zu den jährlichen Leistungsanreizen gezahlt werden. Die Auszahlung soll jeweils zu 50% in bar und zu 50% in Aktien erfolgen.
Für Taiwan kündigte das Unternehmen außerdem an, die Beiträge zur Altersvorsorge von 8% auf 10% anzuheben. Hinzu kommen drei zusätzliche bezahlte Urlaubstage.
Die Arbeitsvereinbarung mit der Gewerkschaft am größeren Standort Taichung hatte Micron vor gut einer Woche unterzeichnet. Sie umfasst nach Unternehmensangaben neben einer quartalsweisen Gewinnbeteiligung auch Gehaltsanpassungen und höhere Schichtzulagen. Die Gewerkschaft in Taichung zog sich daraufhin aus der vorgesehenen Schlichtung zurück.
Neue NAND-Generation für 2027 geplant
Neben den Personalthemen hat Micron seine Pläne für die nächste NAND-Generation konkretisiert. Am 21. Oktober stellte das Unternehmen G11-3D-NAND mit mehr als 400 Schichten vor. Die Speicher sollen gegenüber der aktuellen Generation die doppelte Bitdichte bieten; die Großserienfertigung ist für die zweite Hälfte 2027 geplant.
Bei DRAM erklärte Micron zudem am 21. Oktober, die sogenannte 4F²-Architektur nicht weiterzuverfolgen. Das Unternehmen begründete die Entscheidung mit begrenzten Dichtevorteilen sowie höheren Kosten und größerer Fertigungskomplexität. Stattdessen plant Micron, die konventionelle 6F²-Technik weiter zu skalieren und 3D-DRAM zu entwickeln.
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