Die Aktie des Speicherriesen Micron Technology kennt derzeit kein Halten und notiert auf einem neuen Rekordhoch. Treibstoff für die Rallye liefern nicht nur euphorische Analystenstimmen, sondern eine fundamentale Warnung des Managements zur Marktlage. Der Konzern prophezeit eine drastische Angebotsverknappung bei Speicherchips, die die gesamte Branche noch Jahre beschäftigen und die Preismacht bei den Herstellern zementieren dürfte.
Analysten sehen weiteres Potenzial
Neue Einschätzungen der Wall Street gaben dem Titel in dieser Woche zusätzlichen Schwung. Die Mizuho-Analysten schraubten ihr Kursziel auf 390 US-Dollar nach oben, während die UBS mit 400 US-Dollar sogar noch optimistischer gestimmt ist. Beide Häuser begründen ihre Zuversicht mit einer durch Künstliche Intelligenz (KI) verlängerten Nachfragephase im Speicherzyklus. Technisch untermauert wird dieser Optimismus durch den Ausbruch auf ein neues Allzeithoch bei 345,87 US-Dollar, womit die Aktie charttechnisch Neuland betritt.
Strategischer Schwenk und Engpässe bis 2028
Zentral für die bullische These ist der radikale Umbau des Geschäftsmodells. Das Unternehmen verteidigte am 12. Januar den geplanten Rückzug aus dem Endkundengeschäft mit der Marke „Crucial“ bis Ende Februar 2026. Dieser strategische Schritt dient dazu, knappe Fertigungskapazitäten für margenstarke Unternehmenskunden freizumachen.
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Die Führungsebene warnte in diesem Zusammenhang deutlich: Die branchenweite Knappheit bei DRAM-Speichern wird sich voraussichtlich nicht vor 2028 entspannen. Ursache ist der enorme Ressourcenhunger der High-Bandwidth Memory (HBM) Produktion für KI-Anwendungen. Diese bindet derzeit dreimal so viele Wafer wie die Herstellung herkömmlicher DDR5-Speicher, was das Angebot im Standardsegment massiv verknappt.
Volle Auftragsbücher
Die operative Stärke spiegelt sich in der Auslastung wider: Die gesamte HBM3E-Produktionskapazität für das Jahr 2026 ist bereits vollständig ausverkauft, was Microns Rolle als Schlüssellieferant für die KI-Beschleuniger von Nvidia und AMD festigt. Vor diesem Hintergrund werten Marktbeobachter den jüngsten Aktienverkauf von CAO Allen im Wert von rund 675.000 US-Dollar eher als Routine denn als Warnsignal, zumal die Summe im Vergleich zur Marktkapitalisierung von 388 Milliarden US-Dollar kaum ins Gewicht fällt.
Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf den kommenden Donnerstag, den 16. Januar 2026. An diesem Tag erfolgt der offizielle erste Spatenstich für die neue 100-Milliarden-Dollar-Megafab in Clay, New York. Zwar ist dieses Großprojekt zentral für die langfristige Expansion, zur Linderung der aktuellen Angebotsknappheit wird die Anlage jedoch frühestens ab 2028 beitragen können.
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