Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » Micron Aktie: Stifel hebt Ziel auf 1.500 Dollar

Micron Aktie: Stifel hebt Ziel auf 1.500 Dollar

Stifel und Rosenblatt erhöhen Kursziele für Micron massiv. Der Speicherchip-Zyklus erweist sich als stärker und länger als erwartet.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Stifel erhöht Kursziel auf 1.500 Dollar
  • Rosenblatt zieht mit 1.200 Dollar nach
  • Apple bestätigt steigende Speicherkosten
  • Quartalszahlen am 24. Juni erwartet

Zwei Analysten, zwei massive Kurszielerhöhungen — und ein Chip-Markt, der breiter heiß läuft als gedacht. Stifel und Rosenblatt haben am 18. Juni ihre Einschätzungen zu Micron Technology aktualisiert. Beide behalten ihr Kaufvotum, beide sehen den Speicherchip-Zyklus als stärker und länger an als bisher modelliert.

Konventionelles DRAM rückt ins Rampenlicht

Stifel hob sein Kursziel von 550 auf 1.500 Dollar an. Die Begründung: Der aktuelle Halbleiter-Aufschwung beschränkt sich nicht auf High-Bandwidth Memory für KI-Beschleuniger. Stifel modelliert nun einen DRAM-Durchschnittspreis je Gigabit, der — ohne HBM — etwa doppelt so hoch liegt wie in Microns ursprünglichem Ausblick impliziert.

Konkret nennt Stifel Vertragspreise von über 2,50 Dollar je Gigabit für Server-Speicher und über 1,50 Dollar für Consumer-PC- und Mobilprodukte. Für Microns viertes Geschäftsquartal bis August rechnet die Bank mit 20 Prozent Umsatzwachstum gegenüber dem Vorquartal — und bezeichnet das ausdrücklich als konservativ, falls die Preise im Juli und August weiter steigen.

Rosenblatt zog mit einem neuen Kursziel von 1.200 Dollar nach. Die Botschaft ist ähnlich: Der Speicherzyklus sei „stärker und länger“ als erwartet. Die Bank erhöhte ihre Schätzungen und verwies auf anhaltende Preisanstiege quer durch Microns Produktpalette.

Apple bestätigt den Preisdruck

Ein zweites Signal kommt aus dem Gerätemarkt. Apple hat angekündigt, die Preise einiger Produkte zu erhöhen — als direkte Reaktion auf steigende Speicherchip-Kosten. Apples CEO erklärte, der Konzern könne die gestiegenen Kosten für Speicher und Flash-Speicher nicht länger vollständig absorbieren.

Der Hintergrund: KI-getriebene Nachfrage hat Engpässe bei Speicherchips ausgelöst. Samsung, SK Hynix und Micron bauen zwar Kapazitäten aus, priorisieren dabei jedoch Server-Chips. Für den Consumer-Markt bleibt das Angebot knapp. Apple nennt keinen spezifischen Liefervertrag mit Micron — aber die öffentliche Kostenkommunikation des Konzerns bestätigt genau das Preisumfeld, auf das Stifel und Rosenblatt ihre Modelle stützen.

Aktie nahe Rekordhoch, Quartalszahlen am 24. Juni

Die Micron-Aktie schloss am Donnerstag bei 988,50 Euro — nur 1,4 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom 18. Juni. Seit Jahresbeginn hat der Kurs um rund 267 Prozent zugelegt, allein in den vergangenen 30 Tagen um knapp 57 Prozent.

Der nächste harte Prüfstein kommt schnell: Am 24. Juni 2026 präsentiert Micron seine Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal. Dann zeigt sich, wie viel von der Preisstärke bei DRAM, NAND und Server-Speicher bereits in den Büchern steht — und ob die Annahmen von Stifel und Rosenblatt Bestand haben.

Anzeige

Micron-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Micron-Analyse vom 19. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Micron-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Micron-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Micron: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Micron

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.