Micron hat in dieser Woche deutlich zugelegt – und das aus gutem Grund. Analyst-Upgrades, ausverkaufte Produktionskapazitäten und eine neue Forschungspartnerschaft haben das Vertrauen der Anleger gestärkt. Nächste Woche folgt der eigentliche Test: die Quartalszahlen.
Warum Analysten jetzt optimistischer sind
Citigroup und Susquehanna haben ihre Einschätzungen für Micron angehoben. Der gemeinsame Nenner: steigende DRAM-Preise. Die beschleunigte Umstellung auf KI-Rechenzentren treibt die Nachfrage nach Hochleistungsspeicher in die Höhe – und Micron ist gut positioniert, davon zu profitieren.
Besonders auffällig ist die Situation bei High Bandwidth Memory (HBM): Die gesamte HBM-Produktionskapazität für 2026 ist bereits durch verbindliche Verträge ausgelastet. Das verschafft dem Unternehmen eine ungewöhnlich hohe Planungssicherheit für die kommenden Quartale.
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Für das laufende Geschäftsquartal peilt das Management eine Bruttomarge von rund 68 Prozent an – ein Wert, der die deutlich höhere Profitabilität von KI-optimierten Speicherchips gegenüber Standard-Komponenten widerspiegelt.
Partnerschaft mit Applied Materials
Am Mittwoch gab Micron zudem eine Forschungskooperation mit Applied Materials bekannt. Im Mittelpunkt steht das neue EPIC Center im Silicon Valley, in das Applied Materials fünf Milliarden Dollar investiert hat. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung der nächsten Generation von DRAM- und NAND-Technologien – mit dem Fokus auf kürzere Entwicklungszyklen für KI-Anwendungen.
Quartalszahlen am 18. März
Der eigentliche Stimmungstest steht am Mittwoch, den 18. März 2026 an, wenn Micron nach Börsenschluss die Ergebnisse für das zweite Geschäftsquartal 2026 veröffentlicht. Der Konsens liegt laut Zacks Investment Research bei einem Gewinn von rund 8,69 Dollar je Aktie. Besondere Aufmerksamkeit dürfte den Investitionsplanungen gelten: Für das Gesamtjahr waren zuletzt rund 20 Milliarden Dollar für den Ausbau der HBM- und DRAM-Kapazitäten eingeplant. Ob das Management diese Ziele bestätigt oder anpasst, wird die Richtung für die Aktie maßgeblich mitbestimmen.
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