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Micron Aktie: Rekordkurs in Sicht

Micron Technology erwartet ein Rekordquartal mit 18,7 Mrd. USD Umsatz, während Analysten die Aktie aufgrund ausverkaufter HBM4-Kapazitäten und milliardenschwerer Investitionen empfehlen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • HBM4-Produktion für 2026 komplett ausgebucht
  • Umsatzprognose von 18,7 Milliarden Dollar für Q2
  • Mehrere Analysten erhöhen Kursziele deutlich
  • Milliardeninvestitionen in neue Produktionsstätten

Vollständig ausverkaufte HBM4-Kapazitäten für 2026, ein Quartalsumsatz von voraussichtlich 18,7 Milliarden Dollar und eine Welle von Analysten-Upgrades — Micron Technology steuert mit Rückenwind auf seinen Quartalsbericht am 18. März zu. Einziger Gegenwind: die geopolitische Lage.

Wells Fargo und der ausverkaufte Orderbuch

Wells Fargo hat sein Kursziel für Micron innerhalb der letzten 24 Stunden von 410 auf 470 Dollar angehoben und die Einstufung „Overweight“ bestätigt. Die Begründung ist konkret: Das gesamte HBM4-Angebot für das Kalenderjahr 2026 ist zu festen Preisen vergeben. CEO Sanjay Mehrotra hatte bereits im Q1-Earnings-Call bestätigt, dass alle Preis- und Volumenvereinbarungen für die HBM-Lieferungen 2026 abgeschlossen sind — ein ungewöhnlich sicheres Fundament für die Umsatzplanung.

Micron hat die Auslieferung seiner HBM4-Volumina zudem um ein Quartal vorgezogen. Bis Ende 2026 soll die Produktionskapazität auf rund 15.000 Wafer-Starts pro Monat steigen, was 30 Prozent der gesamten HBM-Produktion entspricht. Die nächste Generation, HBM4E, wird für die zweite Jahreshälfte 2026 in der Sampling-Phase erwartet, mit Volumenproduktion ab 2027.

Wells Fargo ist dabei nicht allein: UBS erhöhte sein Kursziel auf 475 Dollar und verweist auf Speicherengpässe, die sich bis 2028 erstrecken könnten. Wolfe Research geht noch weiter und setzt das Ziel auf 500 Dollar, gestützt auf höhere Preisannahmen für DRAM und NAND bis 2027.

Rekordquartal erwartet — trotz Kursrückgang gestern

Micron schloss sein zweites Fiskalquartal 2026 Ende Februar ab. Die eigene Prognose sieht einen Umsatz von 18,7 Milliarden Dollar vor — ein Anstieg von 132 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im ersten Quartal hatte das Unternehmen bereits 13,64 Milliarden Dollar umgesetzt, bei einem Nettogewinn von 5,24 Milliarden Dollar. Prediction Markets beziffern die Wahrscheinlichkeit, dass Micron die eigene Prognose übertrifft, aktuell auf 96,7 Prozent.

Gestern verlor die Aktie dennoch rund 2,8 Prozent — im Einklang mit einem schwächeren Gesamtmarkt. Auslöser waren geopolitische Sorgen rund um den Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran, der Stagflationsrisiken schürt. Der Kurs liegt aktuell bei 352,75 Euro, hat sich auf Jahressicht aber mehr als verdreifacht.

Milliarden-Investitionen in künftige Kapazitäten

Micron baut parallel zur laufenden Nachfragekonjunktur seine Produktionsbasis massiv aus. Am 28. Februar eröffnete das Unternehmen in Sanand, Gujarat, Indiens erste Halbleiter-Montage- und Testanlage — ein gemeinsames Investment von rund 2,75 Milliarden Dollar. Im Januar begann zudem der Bau eines Speicherchip-Komplexes in Clay, New York, mit einem geplanten Investitionsvolumen von 100 Milliarden Dollar und bis zu vier Fertigungsanlagen.

Insgesamt plant Micron 200 Milliarden Dollar in den Ausbau seiner HBM-Produktionskapazitäten zu investieren, mit ersten Wafern ab 2027. Der Hintergrund: Der HBM-Markt soll laut Unternehmenseinschätzung von 35 Milliarden Dollar im Jahr 2025 auf 100 Milliarden Dollar bis 2028 wachsen — getrieben von Hyperscalern wie Microsoft, Alphabet, Amazon und Meta, die 2026 gemeinsam zwischen 600 und 700 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur investieren wollen.

Der Quartalsbericht am 18. März wird zeigen, ob Micron die eigene Prognose übertrifft — und wie der Markt die geopolitische Unsicherheit gegen die starke operative Lage abwägt.

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