Während der breite Markt am Freitag unter geopolitischen Sorgen einknickte, schwamm Micron Technology gegen den Strom. Der Speicherspezialist profitiert von ausverkauften Auftragsbüchern für KI-Chips und optimistischen Analystenstimmen. Die Erwartungen an den anstehenden Quartalsbericht sind enorm.
Die Papiere kletterten zum Wochenschluss um 5,4 Prozent auf 371,80 Euro und markierten damit passgenau ein neues 52-Wochen-Hoch. Dieser Anstieg sticht besonders hervor, da der technologielastige Nasdaq-Index zeitgleich nachgab. Treiber dieser relativen Stärke sind vor allem heraufgestufte Kursziele verschiedener Investmentbanken. Wedbush hob die Prognose im Vorfeld der Zahlen beispielsweise auf 500 US-Dollar an.
Ausverkaufte Kapazitäten treiben Wachstum
Hinter dem Optimismus stehen handfeste fundamentale Entwicklungen. Micron hat die Preise und Volumina für seine High-Bandwidth-Memory-Chips (HBM) für das gesamte Kalenderjahr 2026 bereits vertraglich fixiert. Die Auftragsbücher für die nächste Generation HBM4 reichen sogar bis in das Jahr 2027 hinein.
Diese starke Nachfrage aus dem KI-Sektor spiegelt sich in den Prognosen für das abgelaufene zweite Geschäftsquartal wider. Das Management rechnet mit einem Umsatz von rund 18,7 Milliarden US-Dollar. Das entspräche einem Wachstum von über 132 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und einer deutlichen Beschleunigung im Vergleich zum ersten Quartal. Auch die Bruttomarge soll sich auf etwa 68 Prozent fast verdoppeln.
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Milliardeninvestitionen und zyklische Risiken
Um den gewaltigen Bedarf der KI-Rechenzentren zu decken, treibt das Unternehmen eine globale Expansion voran. Dazu gehören ein 2,75 Milliarden Dollar schweres Projekt in Indien sowie der geplante Kauf einer Fertigungsstätte in Taiwan für 1,8 Milliarden Dollar. Langfristig plant Micron Investitionen von fast 200 Milliarden Dollar in seine Produktionsinfrastruktur.
Trotz der aktuellen Euphorie bleiben branchentypische Risiken bestehen. Halbleiterprojekte haben lange Vorlaufzeiten. Historisch gesehen gingen neue Kapazitäten oft genau dann ans Netz, wenn sich der Speicherzyklus abkühlte, was zu einem Überangebot führte. Zudem bleibt die Konkurrenz durch asiatische Rivalen wie Samsung und SK Hynix im lukrativen HBM-Markt intensiv.
Am kommenden Dienstag, den 18. März, legt Micron nach US-Börsenschluss seine Bücher offen. Die Zahlen dienen weit über das Unternehmen hinaus als wichtiger Indikator für die tatsächliche Hardware-Nachfrage im gesamten KI-Sektor. Ein Erreichen der prognostizierten Rekordwerte bei Umsatz und freiem Cashflow wird die strukturelle Wachstumsstory des Managements untermauern.
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