Während Nvidia und Broadcom die Schlagzeilen dominieren, rückt Morgan Stanley einen anderen Chip-Konzern ins Rampenlicht: Micron wurde zum „Top Pick“ für 2026 gekürt – trotz bescheidenerer Kursgewinne als die KI-Stars. Der Grund: eine außergewöhnliche Bewertungslücke bei gleichzeitig historisch angespannter Marktlage.
Bewertung schlägt Hype
Die Entscheidung der Analysten fußt auf nüchternen Zahlen. Joseph Moore von Morgan Stanley verweist auf das Chance-Risiko-Profil, das bei Micron deutlich attraktiver ausfällt als bei den hochgehandelten Konkurrenten.
Die Kennzahlen sprechen eine klare Sprache:
- Micron: KGV von 28 bei erwarteten 48% Gewinnwachstum pro Jahr
- Nvidia: KGV von 46 bei 37% projiziertem Wachstum
- Broadcom: KGV von 51 bei 36% Wachstum
Besonders aussagekräftig: Das Forward-KGV für das Geschäftsjahr 2026 liegt bei nur 7,24 – die Gewinnerwartungen haben sich massiv nach oben verschoben.
Historische Knappheit treibt Preise
Der fundamentale Treiber hinter der Neubewertung ist eine Angebotslage, die Analysten als die schärfste Speicherchip-Knappheit seit 30 Jahren beschreiben. Der Ausbau der KI-Infrastruktur verschlingt enorme Mengen an DRAM und NAND, vor allem High Bandwidth Memory (HBM).
Zentrale Entwicklungen:
- Micron gewann 10 Prozentpunkte Marktanteil im lukrativen HBM-Segment
- Vertragspreise für Speicherchips stiegen im Dezember 2025 um 80-100%
- Eine neue 9,6-Milliarden-Dollar-Fabrik in Japan wird erst 2028 liefern – kurzfristig bleibt das Angebot knapp
Rekordzahlen bestätigen Zyklus
Der Quartalsbericht vom 17. Dezember 2025 untermauerte den „Super-Zyklus“ eindrucksvoll. Das Unternehmen übertraf die Erwartungen der Wall Street deutlich:
- Umsatz: 13,64 Milliarden Dollar (+56,7% im Jahresvergleich)
- Gewinn je Aktie: 4,78 Dollar (Konsens lag bei ~3,93 Dollar)
- Prognose für Q2: 8,21 bis 8,62 Dollar je Aktie bei Rekord-Bruttomarge von 68%
Institutionelle setzen auf Micron
Ascent Group LLC stockte seine Position im dritten Quartal um 180,3% auf. Gleichzeitig nahmen Insider nach der starken Rally Gewinne mit – CFO Mark J. Murphy verkaufte 126.000 Aktien zu durchschnittlich 225,31 Dollar. Über 90 Tage beliefen sich Insider-Verkäufe auf rund 78,8 Millionen Dollar.
Die Kombination aus historisch knappem Angebot, niedrigem Forward-KGV und Gewinnwachstum von fast 50% erklärt, warum Morgan Stanley ausgerechnet den Speicher-Spezialisten als Top-Wahl für 2026 einstuft. Die Analystenbank setzt dabei nicht auf Hype, sondern auf Fundamentaldaten.
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