Rekordquartal, Taiwan-Übernahme, Milliarden-Schuldenrückkauf — Micron hat in den vergangenen zehn Tagen gleich auf mehreren Ebenen gehandelt. Der Kurs reagierte trotzdem mit einem deutlichen Rücksetzer.
Warum der Markt nervös reagiert
Am 25. März kündigte Micron ein Rückkaufangebot für eigene Anleihen im Volumen von bis zu 5,4 Milliarden Dollar an. Betroffen sind Schuldtitel mit Laufzeiten zwischen 2031 und 2035, darunter Papiere mit Kupons zwischen 5,3 und 6,05 Prozent. Das Angebot läuft bis zum 31. März, die Abwicklung ist für den 3. April geplant.
Parallel dazu hatte Micron bereits am 15. März die Übernahme des PSMC-Fertigungsstandorts P5 in Tongluo, Taiwan, abgeschlossen. Das Gelände umfasst rund 28.000 Quadratmeter Reinraumfläche für 300-mm-Wafer und soll die Produktion von DRAM-Chips — darunter HBM für KI-Anwendungen — ausweiten. Eine zweite Anlage vergleichbarer Größe soll noch im laufenden Geschäftsjahr in den Bau gehen; erste nennenswerte Lieferungen aus dem Standort werden ab dem Geschäftsjahr 2028 erwartet.
Was die Anleger verunsicherte, war die Kombination aus dem Schuldenrückkauf und einer spürbar erhöhten Investitionsguidance. Höhere Kapitalausgaben belasten die kurzfristige Profitabilität — selbst wenn die langfristige Nachfrage intakt bleibt. Die Aktie verlor in dieser Woche zeitweise rund 14 Prozent gegenüber ihren jüngsten Hochs.
Fundamentaldaten bleiben stark
Der Kursrückgang steht in einem merkwürdigen Kontrast zu den Zahlen. Im Februar-Quartal erzielte Micron einen Umsatz von 23,9 Milliarden Dollar und einen Gewinn je Aktie von 12,20 Dollar — ein Ergebnis, das die Konsensschätzungen um 21 beziehungsweise 36 Prozent übertraf.
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Für das Mai-Quartal stellt das Unternehmen einen Umsatz von 33,5 Milliarden Dollar und einen Gewinn je Aktie von 19,15 Dollar in Aussicht, was die Erwartungen um 42 beziehungsweise 70 Prozent übersteigt. Die angestrebte Bruttomarge liegt bei über 80 Prozent.
Argus erhöhte daraufhin sein Kursziel auf 540 Dollar und bestätigte die Kaufempfehlung. UBS zog nach und hob das Ziel auf 510 Dollar an — beide mit Verweis auf die KI-getriebene Nachfrage nach Speicherchips.
Micron investiert also aggressiv in Kapazitäten, während die Auftragsbücher voll sind. Ob der Markt diese Logik wieder einpreist, wird sich spätestens mit den nächsten Quartalszahlen im Mai zeigen — dann dürfte die Guidance von 33,5 Milliarden Dollar auf dem Prüfstand stehen.
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