Samsung zieht beim nächsten Speicherchip-Zyklus offenbar das Tempo an – und das reicht schon, um bei Micron Nervosität auszulösen. Denn im Markt für High-Bandwidth Memory (HBM), einem Schlüsselbaustein für KI-Rechenzentren, entscheiden Timing und Lieferfähigkeit über Aufträge und Margen.
Im Kern geht es um eine Frage: Verschiebt Samsungs beschleunigter HBM4-Plan die Kräfteverhältnisse in Nvidias Lieferkette – oder bleibt genug Platz für mehrere Anbieter?
- Auslöser: Bericht über früheren Start der HBM4-Massenproduktion bei Samsung
- Marktreaktion: Micron-Aktie gab gestern nach
- Worum es geht: HBM4-Lieferungen für Nvidias kommende KI-Prozessoren
- Microns Zeitplan: Hochlauf der eigenen HBM4-Produktion ab dem 2. Quartal 2026
Samsung beschleunigt HBM4
Gestern kamen Berichte auf, dass Samsung Electronics die Massenproduktion seiner HBM4-Chips früher als erwartet starten will. Demnach bereitet sich der Konzern darauf vor, die nächste HBM-Generation für Nvidias kommende KI-Prozessoren zu liefern.
Für Micron ist das kurzfristig ein Dämpfer. Der Titel geriet gestern unter Druck, weil ein schnellerer Vorstoß des Rivalen die Positionierung in einem hoch umkämpften Zukunftsmarkt erschwert.
Warum HBM für KI so wichtig ist
High-Bandwidth Memory gilt als zentrale Komponente für leistungsstarke Prozessoren in KI-Datenzentren. Diese Spezialchips erzielen in der Regel höhere Margen als Standardspeicher. Entsprechend stark ist die Nachfrage mit dem Ausbau der KI-Infrastruktur gestiegen – und sie beeinflusst die Geschäftsentwicklung der Speicherhersteller spürbar.
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Der HBM-Markt ist dabei auf wenige Anbieter konzentriert: Micron, Samsung und SK Hynix dominieren das Feld. Auch wenn Samsungs Zeitvorsprung kurzfristig Druck erzeugt, zielt die Beschaffung in diesem Segment häufig auf mehrere Lieferanten, um die Versorgung abzusichern. Das kann Micron trotz schärferer Konkurrenz Spielraum für relevante Anteile lassen.
Analysten heben Kursziel an
Parallel zu den Wettbewerbsnachrichten haben Analysten ihre Einschätzungen angepasst. Heute erhöhte die Deutsche Bank ihr Kursziel für die Aktie. Bereits gestern gab es laut Bericht positive Analystenkommentare, obwohl der Kurs auf die Samsung-Meldung zunächst negativ reagierte.
Micron selbst hatte zuvor kommuniziert, die HBM4-Produktion im 2. Quartal 2026 hochzufahren. Neuere Berichte von heute gehen zudem davon aus, dass Micron ab dem 2. Quartal in Nvidias HBM4-Lieferkette einsteigen soll.
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