Micron Technology hat am 28. Februar seine erste Halbleiter-Fabrik in Indien eröffnet – ein Meilenstein, der weit über eine gewöhnliche Werkseinweihung hinausgeht. Erstmals werden auf indischem Boden kommerzielle Speicherchips produziert. Zeitgleich meldet der US-Konzern Rekordzahlen und einen ausverkauften HBM4-Produktionsplan für 2026. Am 18. März folgt der mit Spannung erwartete Quartalsbericht.
Historischer Startschuss in Gujarat
Die hochmoderne Anlage in Sanand, Gujarat, wandelt fortschrittliche DRAM- und NAND-Wafer aus Microns globalen Fertigungsstätten in fertige Speicher- und Storage-Produkte um. Nach vollständigem Hochlauf wird die erste Ausbaustufe über 500.000 Quadratfuß Reinraum-Fläche verfügen – einer der weltweit größten Reinräume auf einer einzigen Ebene.
Das gemeinsame Investment von Micron und indischen Regierungspartnern beläuft sich auf rund 2,75 Milliarden Dollar. Die ISO-9001-zertifizierte Fabrik hat bereits die kommerzielle Produktion aufgenommen. Zur Eröffnung übergab Micron die ersten in Indien gefertigten Speichermodule an Dell Technologies für deren Laptop-Produktion vor Ort.
Micron plant, 2026 Dutzende Millionen Chips in Sanand zu fertigen und zu testen. 2027 soll die Produktion auf Hunderte Millionen skalieren. Die Anlage wurde nach strengen Nachhaltigkeitskriterien gebaut und erfüllt mindestens LEED-Gold-Standards. Fortschrittliche Wasserspartechnologien ermöglichen eine vollständige Abwasser-Neutralität.
Explosive Finanzdynamik
Die Indien-Eröffnung fällt in eine Phase außergewöhnlicher Wachstumsdynamik. Im ersten Fiskalquartal 2026 erzielte Micron Rekorderlöse von 13,64 Milliarden Dollar – ein Plus von 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr und deutlich über den Analystenerwartungen von 13,2 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie lag bei 4,60 Dollar, die Bruttomarge schnellte auf 56 Prozent.
Für das laufende zweite Quartal stellte das Management bereits 18,7 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht – ein sequenzieller Anstieg von 37 Prozent und klar über der Konsensschätzung von 17,75 Milliarden Dollar. Die prognostizierte Non-GAAP-Bruttomarge von 68 Prozent unterstreicht die derzeit außergewöhnliche Preissetzungsmacht.
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HBM4: Ausverkauft vor Marktstart
Besonders bemerkenswert ist die Nachfragesituation bei Microns nächster HBM-Generation. Die gesamte HBM4-Produktion für 2026 ist bereits durch mehrjährige Verträge gebunden. Was normalerweise ein kurzfristiges Commodity-Geschäft ist, entwickelt sich zu einer Art vertraglich abgesicherter Infrastruktur mit planbaren Volumen und Preisen.
Der Gesamtmarkt für High-Bandwidth-Memory lag 2025 bei 35 Milliarden Dollar. Bis 2028 erwarten Branchenbeobachter ein durchschnittliches Jahreswachstum von 40 Prozent – das Volumen würde sich damit in Richtung 100 Milliarden Dollar bewegen. Die begrenzte Zahl an Wettbewerbern – im Wesentlichen Samsung und SK Hynix – verschärft die Engpässe und erlaubt entsprechende Preisgestaltung.
Bewertung trotz Rally moderat
Analysten rechnen für das Fiskaljahr 2026 mit einem Umsatz von 76 Milliarden Dollar – mehr als eine Verdopplung im Jahresvergleich. Der Gewinn je Aktie soll von 7,59 auf 33,92 Dollar steigen. Trotz dieser Prognosen und der Rally von 327 Prozent innerhalb der vergangenen zwölf Monate liegt das Forward-KGV bei 12,3 – deutlich unter dem Nasdaq-100-Durchschnitt von 24,5.
Deutsche-Bank-Analystin Melissa Weathers verweist auf strukturell steigende Speicherpreise und anhaltende DRAM-Knappheit, die bis 2027 oder 2028 andauern könnte. Dies schaffe ein dauerhaft profitableres Umfeld für Micron.
Mit der nun operativen Indien-Anlage, ausgebuchten HBM4-Kapazitäten und dem anstehenden Quartalsbericht am 18. März positioniert sich Micron auf einem historischen Höhepunkt – sowohl geografisch als auch finanziell.
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