Der Wettlauf um die Vorherrschaft im globalen Speichermarkt geht in die nächste Runde. Während der KI-Boom die Nachfrage nach Hochleistungschips massiv antreibt, zeigen neue Marktdaten für das vierte Quartal 2025 eine Verschiebung der Kräfteverhältnisse. Der US-Konzern Micron behauptet sich zwar in der Spitzengruppe, doch die Konkurrenz aus Südkorea erhöht den Druck spürbar.
Samsung holt sich die Krone zurück
Die neuesten Zahlen des Marktforschungsunternehmens TrendForce belegen die Dynamik der Branche: Micron sicherte sich im Schlussquartal 2025 einen globalen DRAM-Marktanteil von 22,4 Prozent bei einem Umsatz von knapp 12 Milliarden Dollar. Damit landet das Unternehmen auf dem dritten Platz.
An der Spitze gab es jedoch einen signifikanten Wechsel. Samsung Electronics hat sich mit einem Marktanteil von 36,0 Prozent und Umsätzen von 19,3 Milliarden Dollar den Thron zurückerobert – zum ersten Mal seit Ende 2022. Auf Platz zwei folgt SK Hynix mit gut 32 Prozent Marktanteil. Diese Entwicklung zeigt, dass der Wettbewerb trotz des insgesamt wachsenden Kuchens intensiv bleibt.
KI als Preistreiber
Treibende Kraft hinter den starken Umsätzen der gesamten Branche ist der ungebrochene Hunger nach künstlicher Intelligenz. Der massive Ausbau von Rechenzentren durch Cloud-Anbieter sorgt für volle Auftragsbücher. Insbesondere die Nachfrage nach High Bandwidth Memory (HBM), das für KI-Anwendungen unverzichtbar ist, hat zu Preissteigerungen bei verschiedenen DRAM-Produkten geführt.
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Marktbeobachter gehen davon aus, dass die großen Technologiekonzerne ihre Investitionsausgaben auch im Jahr 2026 hoch halten werden, um ihre Infrastruktur zu erweitern. Für Speicherhersteller wie Micron ist dies der entscheidende Faktor für die Preisgestaltung und Produktionsstrategie der kommenden Quartale.
Bewertung und Ausblick
An der Börse reagierten Anleger heute zurückhaltend; das Papier notiert aktuell bei 350,60 Euro und verzeichnet ein Minus von 3,52 Prozent. Dennoch bleibt das übergeordnete Bild positiv, was der Anstieg von über 30 Prozent seit Jahresanfang unterstreicht.
Die Bewertung wirkt angesichts der Wachstumsaussichten moderat: Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (Forward P/E) liegt im Bereich von 12,5 bis 12,7. Für das zweite Quartal 2026 hat das Management eine Gewinnspanne von 8,22 bis 8,62 Dollar je Aktie in Aussicht gestellt. Entscheidend für den weiteren Kursverlauf wird sein, ob Micron im lukrativen HBM-Segment technisch Schritt halten und seine Margen gegen die wiedererstarkte Konkurrenz verteidigen kann.
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