Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » Micron Aktie: Fortschritte weltweit!

Micron Aktie: Fortschritte weltweit!

Micron übertrifft mit Umsatz und Gewinn alle Erwartungen, doch die Aktie korrigiert nach starkem Vorlauf. Der Halbleiterriese profitiert von Lieferengpässen und treibt die HBM-Produktion voran.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatz und Gewinn deutlich über Analystenschätzungen
  • Bruttomarge erreicht neuen Unternehmensrekord
  • Produktionsengpässe begünstigen Preise und Margen
  • Massive Investitionen in neue Fertigungskapazitäten

Umsatz fast verdreifacht, Gewinn weit über den Erwartungen — und trotzdem fiel die Aktie. Microns Quartalsbericht für das zweite Fiskalquartal 2026 gehört zu den stärksten der Halbleitergeschichte. Der anschließende Kursrückgang sagt weniger über das Unternehmen aus als über die Erwartungen, die sich in den Monaten zuvor aufgebaut hatten.

Zahlen, die kaum Wünsche offen lassen

Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 12,20 Dollar — der Konsens hatte 9,31 Dollar erwartet. Der Umsatz von 23,86 Milliarden Dollar übertraf die Schätzungen von 20,07 Milliarden Dollar deutlich. Im Jahresvergleich entspricht das einem Umsatzwachstum von knapp 196 Prozent.

Besonders bemerkenswert: Die Bruttomarge erreichte mit 75 Prozent einen Unternehmensrekord. Für das laufende dritte Fiskalquartal stellt Micron einen Umsatz von rund 33,5 Milliarden Dollar in Aussicht — bei einer Bruttomarge von etwa 81 Prozent und einem Gewinn je Aktie von rund 19,15 Dollar.

Das Wachstum zog sich durch alle Geschäftsbereiche. Der Cloud-Speicherbereich legte um mehr als 160 Prozent auf 7,75 Milliarden Dollar zu. Das Mobile- und Client-Segment sprang von 2,24 Milliarden auf 7,71 Milliarden Dollar. Der freie Cashflow erreichte im Quartal 6,9 Milliarden Dollar — ebenfalls ein Rekord. Zusätzlich erhöhte der Vorstand die Quartalsdividende um 30 Prozent auf 0,15 Dollar je Aktie.

Knappe Liefermengen als Wachstumsbremse

Hinter den starken Zahlen steckt eine strukturelle Engpasssituation, die Micron paradoxerweise noch begünstigt. CEO Sanjay Mehrotra erklärte gegenüber CNBC, dass das Unternehmen seinen wichtigsten Kunden derzeit nur 50 bis 67 Prozent ihres Bedarfs liefern kann — sowohl bei DRAM als auch bei NAND. Neue Kapazitäten, die durch Investitionen in physische Anlagen entstehen, werden branchenweit frühestens 2027 verfügbar sein. Bis dahin setzt die gesamte Branche auf Prozessmigration statt auf neue Fertigungskapazitäten.

Micron hat die Serienproduktion seines HBM4-Speichers mit 36 GB in 12-Die-Stapeln aufgenommen — konzipiert für NVIDIAs Vera-Rubin-Plattform. Die Bandbreite übersteigt 2,8 TB/s, was gegenüber dem Vorgänger HBM3E einer Steigerung um den Faktor 2,3 entspricht. Erste Muster des größeren HBM4 mit 48 GB in 16-Die-Stapeln wurden bereits an Kunden ausgeliefert. Die nächste Generation, HBM4e, soll 2027 in die Massenproduktion gehen.

Expansion auf drei Kontinenten

Parallel zur Produktentwicklung läuft ein umfangreiches Investitionsprogramm. Micron rechnet für das Geschäftsjahr 2026 mit Investitionsausgaben von über 25 Milliarden Dollar. Mitte März übernahm das Unternehmen den Powerchip-Standort P5 Tongluo in Taiwan und erweiterte damit seinen Mega-Campus in Taichung um rund 28.000 Quadratmeter Reinraumfläche. Erste Produktlieferungen aus diesem Werk sind ab Geschäftsjahr 2028 geplant. In Singapur begann Micron zudem mit dem Bau einer neuen Waferfabrik — ein geplantes Investment von 24 Milliarden Dollar über zehn Jahre, mit geplantem Produktionsstart in der zweiten Hälfte 2028.

Mehrotra betonte dabei Microns Sonderstellung: Als einziger US-amerikanischer Speicherchiphersteller profitiert das Unternehmen von der wachsenden Nachfrage nach sicheren Lieferketten — ein Vorteil, den Samsung und SK Hynix für amerikanische Kunden nicht replizieren können.

Gewinnmitnahmen nach starkem Lauf

Der Kursrückgang von rund 5 Prozent am Freitag folgte auf einen außergewöhnlichen Lauf: Die Aktie hatte sich 2025 verdreifacht und legte bis Mittwoch im laufenden Jahr weitere 62 Prozent zu. Citi-Analysten werteten den Rücksetzer als Gewinnmitnahmen nach dieser starken Aufwärtsbewegung und bestätigten ihre Kaufempfehlung. Unter den zehn wertvollsten US-Technologieunternehmen ist Micron das einzige, das seit Jahresbeginn im Plus liegt — während Oracle, Microsoft und Tesla zweistellige Verluste verzeichnen.

Micron selbst erwartet, dass der HBM-Markt zwischen 2025 und 2028 auf rund 100 Milliarden Dollar anwachsen wird — knapp eine Verdreifachung gegenüber dem heutigen Niveau.

Anzeige

Micron-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Micron-Analyse vom 21. März liefert die Antwort:

Die neusten Micron-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Micron-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Micron: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Micron

Micron Chart