Microns HBM4-Chips für 2026 sind restlos vergriffen. Das ist keine Marketingaussage — es ist ein Produktionsproblem, das die gesamte Wachstumsstory des Halbleiterherstellers bestimmt.
Angebot als Engpass, nicht Nachfrage
Aktuelle Branchendaten zeigen: Micron kann derzeit nur 50 bis 66 Prozent der Nachfrage seiner größten Kunden bedienen. Der Grund ist schlicht fehlende Reinraumkapazität. Die HBM4-Chips, die speziell für KI-Infrastruktur wie NVIDIAs Vera-Rubin-Architektur entwickelt wurden, lassen sich nicht kurzfristig in größeren Mengen produzieren.
Diese strukturelle Knappheit hat eine direkte Konsequenz: Micron diktiert die Preise. Rekordmargen trotz schwächelnder Verbrauchernachfrage im Smartphone- und PC-Segment sind das Ergebnis — und Mehrjahresverträge mit Schlüsselkunden sichern diese Position ab.
Mizuho hob das Kursziel jüngst auf 545 Dollar an, nach zuvor 530 Dollar, und bestätigte das „Outperform“-Rating. Hintergrund ist das Rekordergebnis im zweiten Fiskalquartal mit einem Umsatz von knapp 24 Milliarden Dollar. Der Konsensschätzung der Analysten zufolge soll der Gewinn je Aktie im Gesamtjahr bei rund 58 Dollar liegen.
Optionsmarkt signalisiert Aufwärtsdruck
Im Optionshandel überwiegen die Bullen deutlich. Am vergangenen Freitag entfielen gut 60 Prozent der rund 733.000 gehandelten Kontrakte auf Call-Optionen. Das offene Interesse liegt bei fast 2,9 Millionen Kontrakten — rund 110 Prozent des 30-Tage-Durchschnitts. Trader positionieren sich damit für weitere Bewegung in den verbleibenden Wochen des laufenden Fiskalquartals.
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Die Aktie notiert in Frankfurt bei 386,80 Euro, knapp vier Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Auf Jahressicht hat sich der Kurs mehr als verfünffacht.
Greenfield-Projekte als Schlüssel
Für die neue Handelswoche richtet sich der Blick auf Microns Expansionspläne. Die geplanten Neubauprojekte in Idaho und New York sind die einzige realistische Antwort auf die chronische Unterversorgung. Ohne zusätzliche Reinraumfläche bleibt das Unternehmen strukturell limitiert — unabhängig davon, wie stark die Nachfrage wächst.
Für das dritte Fiskalquartal hat Micron einen Umsatz von 33,5 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt, bei Bruttomargen von rund 81 Prozent. Ob diese Prognose hält, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell die Produktionskapazitäten hochgefahren werden können — und ob die Preisdisziplin im DRAM- und NAND-Markt bis Jahresende trägt.
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