Die Micron-Aktie hat in dieser Woche eine spektakuläre Kehrtwende vollzogen. Nachdem Spekulationen über einen möglichen Ausschluss aus NVIDIAs Lieferkette die Papiere zunächst unter Druck gesetzt hatten, folgte die Gegenbewegung: Der US-Speicherchip-Hersteller liefert seinen HBM4-Arbeitsspeicher früher als geplant aus und zeigt sich kampfbereit im Wettstreit mit Samsung und SK hynix.
Am Mittwoch meldete sich CFO Mark Murphy auf einer Konferenz von Wolfe Research zu Wort und räumte mit den Gerüchten auf. Die HBM4-Produkte befinden sich bereits in der Hochlaufphase der Serienproduktion, die Auslieferungen an Kunden seien im ersten Quartal 2026 erfolgreich angelaufen – ein volles Jahr früher als ursprünglich geplant. Murphy bezeichnete Berichte, wonach Micron NVIDIAs Anforderungen an die Pin-Geschwindigkeit für die kommende „Rubin“-GPU-Generation nicht erfüllen könne, als „ungenau“.
Samsung liefert bereits an NVIDIA
Der Druck auf Micron war in dieser Woche massiv gestiegen, nachdem Samsung am Donnerstag bestätigt hatte, die Massenproduktion seiner HBM4-Speicherchips gestartet und mit der Auslieferung an NVIDIA begonnen zu haben. Die Südkoreaner setzen dabei auf modernste Technologien wie den 1c-DRAM- und den 4-Nanometer-Logikprozess. Samsung erwartet, dass sich der HBM-Absatz 2026 gegenüber 2025 mehr als verdreifachen wird.
Das Analyseunternehmen SemiAnalysis hatte zuvor die Einschätzung verbreitet, NVIDIA werde sich für die HBM4-Beschaffung der „Vera Rubin“-Generation nahezu vollständig auf SK hynix und Samsung konzentrieren – Micron werde in diesem Designzyklus nicht mehr als Lieferant berücksichtigt. Diese Spekulationen setzten die Micron-Aktie zunächst deutlich unter Druck.
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Nachfrage übersteigt Kapazitäten deutlich
Murphy zeigte sich am Mittwoch selbstbewusst und verwies auf die Leistung der HBM4-Produkte, die eine Performance von über 11 Gigabit pro Sekunde liefern. „Wir sind von der Leistung, Qualität und Zuverlässigkeit unserer HBM4-Produkte absolut überzeugt“, betonte der CFO. Das Unternehmen befinde sich „in der besten Wettbewerbsposition aller Zeiten“.
Die enorme Nachfrage trifft derzeit auf ein sehr begrenztes Angebot. Murphy stellte klar: „Wir haben schlichtweg nicht genügend Kapazität, um die Nachfrage zu decken, und zwar deutlich.“ Der Großteil der Nachfrage werde durch den Ausbau der KI-Infrastruktur getrieben, wobei Hyperscaler wie Alphabet in ihren jüngsten Quartalsberichten ihre Investitionsprognosen angehoben hätten. Micron geht bewusst vorsichtig mit Kapazitätserweiterungen um, um ein künftiges Überangebot zu vermeiden.
Kursexplosion nach Entwarnung
Die Beruhigungspillen des Micron-CFO wurden am Markt mit Erleichterung aufgenommen. Die Aktie legte am Mittwoch fast zehn Prozent zu und kletterte im vorbörslichen Handel am Donnerstag um weitere 3,68 Prozent auf 425,43 Dollar. Die Anleger scheinen überzeugt: Micron bleibt im Rennen um die lukrativen KI-Speicherchips – und das zu einem Zeitpunkt, an dem die Preismacht der Hersteller aufgrund der Angebotsknappheit enorm ist.
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