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Micron Aktie: Durchbruch bei HBM4

Der Speicherchip-Hersteller Micron hat seine gesamte HBM4-Produktion für 2026 bereits verkauft und plant eine massive Investition von 200 Milliarden Dollar in den USA. Analysten heben die Kursziele deutlich an.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Komplette HBM4-Kapazität für 2026 ausgebucht
  • Massive 200-Milliarden-Dollar-Expansion in den USA
  • Analysten erhöhen Kursziele auf bis zu 450 Dollar
  • Nächste Quartalszahlen werden für März erwartet

Die Micron-Aktie zeigt sich volatil, obwohl das Unternehmen einen wichtigen Meilenstein verkündet: Die gesamte HBM4-Produktionskapazität für 2026 ist bereits ausverkauft. Gleichzeitig plant der Speicherchip-Hersteller eine beispiellose Expansion in den USA – ein 200-Milliarden-Dollar-Kraftakt, der die massiven Engpässe im Speichersektor beheben soll.

200 Milliarden Dollar gegen den Versorgungsengpass

Micron investiert 200 Milliarden Dollar in den Ausbau seiner US-Produktion. Branchenbeobachter sprechen von der schwersten Versorgungskrise im Speichersektor seit über vier Jahrzehnten. Die KI-getriebene Nachfrage nach High-Bandwidth Memory übersteigt die verfügbaren Kapazitäten deutlich.

Allein 50 Milliarden Dollar fließen in die Erweiterung des Standorts Boise, Idaho. Der bestehende 180-Hektar-Campus soll mehr als verdoppelt werden. Geplant sind zwei neue Chipfabriken, die die Produktionskapazität erheblich steigern.

Das Unternehmen hat die Serienproduktion seiner HBM4-Chips ein Quartal früher als ursprünglich angekündigt aufgenommen. Die beschleunigte Timeline zeigt, wie sehr Micron vom Boom bei KI-Rechenzentren profitieren will. Hyperscaler bauen ihre Infrastruktur massiv aus – und brauchen dafür hochleistungsfähige Speicherlösungen.

Analysten heben Kursziele deutlich an

Needham erhöhte am 17. Februar das Kursziel von 380 auf 450 Dollar bei unveränderter Kaufempfehlung. Morgan Stanley zog Anfang Februar ebenfalls auf 450 Dollar nach und bekräftigte die Übergewichtung. Die Analysten verweisen auf die robuste Nachfrage nach HBM und DRAM für KI-Server, während Cloud-Anbieter ihre Rechenzentren weiter aufrüsten.

Die vollständig ausgebuchte HBM4-Kapazität für 2026 unterstreicht die angespannte Angebotssituation. Speicherhersteller mit Fokus auf KI-Anwendungen befinden sich in einer komfortablen Verhandlungsposition.

Nvidia-Lieferkette birgt Unsicherheit

Trotz positiver Signale gibt es einen Wermutstropfen. Berichten zufolge plant Nvidia, seine kommenden „Vera Rubin“-Beschleuniger zunächst mit HBM4-Chips von SK Hynix und Samsung auszustatten. Micron könnte bei der ersten Lieferantenauswahl außen vor bleiben.

Diese Nachricht sorgte für Zurückhaltung bei Investoren. Die Aktie gab nach, obwohl Analysten ihre Kursziele anhoben. Das gemischte Sentiment zeigt sich in der aktuellen Kursentwicklung.

Quartalszahlen im März erwartet

Am 19. März legt Micron die nächsten Quartalszahlen vor. Analysten rechnen mit einem Gewinn je Aktie von 8,41 Dollar, verglichen mit 1,56 Dollar im Vorjahr. Beim Umsatz wird ein Sprung von 8,05 auf 18,87 Milliarden Dollar erwartet.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt aktuell bei etwa 39. Die Bewertung reflektiert die Hoffnungen auf den KI-Zyklus und die strukturell verbesserte Nachfragesituation im Speichermarkt.

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