Der Speicherchip-Gigant Micron meldet „Land unter“: Die Kapazitäten für KI-relevante Speicherchips sind für das gesamte Jahr 2026 bereits vollständig vergeben. Um den unersättlichen Hunger der Künstlichen Intelligenz zu stillen, greift der Konzern nun tief in die Tasche und sichert sich durch eine Milliarden-Übernahme in Taiwan dringend benötigten Nachschub. Startet jetzt der echte „Superzyklus“ für die Aktie?
Aggressive Expansion in Taiwan
Micron fackelt nicht lange. Eine verbindliche Absichtserklärung sichert dem US-Konzern die P5-Fertigungsstätte von Powerchip Semiconductor Manufacturing Corp (PSMC) in Tongluo. Der Kaufpreis liegt bei 1,8 Milliarden US-Dollar in bar. Der Deal soll bis zum zweiten Quartal 2026 abgeschlossen sein und bringt dem Unternehmen rund 300.000 Quadratmeter Reinraumfläche.
Das Ziel der Transaktion ist eindeutig: Micron muss liefern. Zwar fehlt der Anlage noch das spezifische Equipment für die modernsten Fertigungsprozesse, doch der Zeitplan steht. Ab der zweiten Jahreshälfte 2027 soll die Fabrik den Output an DRAM-Wafern massiv erhöhen. Dieser Schritt ist eine direkte Reaktion auf die weltweiten Engpässe, die insbesondere durch den rasanten Ausbau von Rechenzentren entstanden sind.
„Beispiellose“ Knappheit treibt Preise
Das Management beschreibt die aktuelle Marktlage ohne Umschweife als „beispiellos“. Vor allem High-Bandwidth Memory (HBM), das unverzichtbare Herzstück moderner KI-Beschleuniger, saugt jegliche Produktionskapazitäten auf.
Die Folgen für den Markt sind drastisch:
* Ausgebucht: Microns Kapazitäten für KI-Speicher sind für das Kalenderjahr 2026 komplett verkauft.
* Preisanstieg: Die Preise für Speicherchips haben sich innerhalb eines Jahres verdoppelt.
* Verdrängung: Da KI-Kunden Vorrang haben, müssen Hersteller klassischer Hardware wie Smartphones zurückstecken. Anbieter wie Oppo mussten ihre Auslieferungsziele bereits um bis zu 20 Prozent senken.
Parallel zur Asien-Expansion investiert Micron auch im Heimatmarkt. Erst am vergangenen Freitag erfolgte der Spatenstich für eine neue Halbleiterfabrik in New York. Das Projekt ist Teil eines Investitionsplans von bis zu 100 Milliarden Dollar, um langfristig 40 Prozent der DRAM-Produktion in den USA anzusiedeln.
Analysten heben Kursziele massiv an
Die Kombination aus Preissetzungsmacht und Expansionskurs sorgt an der Wall Street für Euphorie. Institutionelle Investoren reagieren prompt auf die verknappte Angebotssituation.
Barclays hob das Kursziel drastisch von 275 auf 450 US-Dollar an und bestätigt das Rating „Overweight“. Die Analysten sehen KI als den entscheidenden Treiber für das Jahr 2026. Auch Wells Fargo zog nach und erhöhte das Ziel von 335 auf 410 US-Dollar. Aktuell notiert die Aktie bei rund 363 US-Dollar, was die hohe Dynamik unterstreicht.
Der Markt preist derzeit ein Szenario ein, in dem Kunden gezwungen sind, dauerhaft höhere Preise zu akzeptieren, was die Margen von Micron direkt beflügelt. Mit vollen Auftragsbüchern bis Ende 2026 sitzt der Konzern am längeren Hebel. Für Anleger verschiebt sich der Fokus nun auf die Exekutive: Entscheidend wird sein, wie schnell und reibungslos Micron die neue Anlage in Taiwan in sein globales Fertigungsnetzwerk integrieren kann.
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