Micron macht ernst. Der Speicherchip-Hersteller treibt sein gigantisches Fabrikprojekt in New York voran. Das Unternehmen hat den Baukonzern Bechtel für die erste Bauphase ausgewählt. Damit wird aus einem langfristigen Plan nun sichtbare Realität.
Gigantisches Projekt nimmt Form an
Bechtel übernimmt ab sofort die Planung und den Bau des Komplexes in Clay. Die Anlage soll die größte Halbleiterfabrik der USA werden. Bereits im Januar erfolgte der erste Spatenstich. Nun rücken die Bagger an.
Ein Projekt der Superlative. Es ist die größte private Investition in der Geschichte des Bundesstaates New York. Rund 50.000 neue Arbeitsplätze sollen rund um den Standort entstehen. Allein auf der Baustelle werden in der Spitze Tausende Fachkräfte arbeiten.
Für den Markt zählt vor allem die strategische Bedeutung. Micron baut hier dringend benötigte Kapazitäten für KI-Speicherchips auf. Der Bau erfordert höchste Präzision. Reinräume und vibrationsfreie Fundamente sind für die moderne Halbleiterfertigung unerlässlich.
Hohe Erwartungen im Aktienkurs
Investoren honorieren diese Fortschritte längst. Kein Wunder. Die Aktie schloss am Donnerstag bei 860 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein massives Plus von fast 220 Prozent auf der Anzeigetafel.
Das Papier notiert damit nur knapp unter seinem Rekordhoch von Anfang Juni. Eine annualisierte Volatilität von 105 Prozent zeigt jedoch ein klares Bild. Die Aktie reagiert extrem sensibel auf Nachrichten rund um KI-Chips und Investitionen.
Die nächste Bewährungsprobe steht bereits fest. Am 24. Juni präsentiert Micron seine Zahlen für das dritte Geschäftsquartal. Dann muss das operative Geschäft beweisen, dass es die massiven Kursgewinne rechtfertigt.
