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Micron Aktie: 700 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung

Fitch-Upgrade und IDC-Bericht treiben Micron-Aktie auf Rekordhoch. Analysten sehen Kurspotenzial bis 1.000 Dollar.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Fitch hebt Kreditrating auf BBB+ an
  • KI-Nachfrage treibt Speicherchip-Markt
  • HBM-Speicher für 2026 komplett ausverkauft
  • Optionsumsatz übertrifft Index-ETFs

Zwei Nachrichten, ein historischer Tag: Micron Technology hat am Dienstag erstmals eine Marktkapitalisierung von über 700 Milliarden Dollar erreicht. Die Aktie legte rund 11 Prozent zu — getrieben von einem Fitch-Rating-Upgrade und einem Branchenbericht, der die strukturelle Nachfragewende im Speicherchip-Markt untermauert.

Fitch und IDC liefern die Doppelzündung

Fitch stufte Microns Kreditrating von BBB auf BBB+ herauf und begründete dies mit einer deutlich verbesserten Bilanz nach umfangreichen Schuldenrückzahlungen im vergangenen Jahr. Fitch verwies ausdrücklich auf die steigende KI-Nachfrage, die Microns Profitabilität verbessere und die Umsichtbarkeit erhöhe — zumal große Hyperscaler zunehmend langfristige Lieferverträge abschließen wollen, um Speicherkapazitäten zu sichern.

Das Marktforschungsunternehmen IDC legte nach. Sein Bericht deutet darauf hin, dass der Speicherchip-Markt seinen historisch zyklischen Charakter verlieren könnte — die KI-getriebene Nachfrage stütze den Sektor strukturell. Genau diese Zyklusfrage hatte Anleger trotz der enormen Kursgewinne der vergangenen Monate belastet.

Ausverkaufte Produkte, überzeugter Optionsmarkt

Die operative Realität gibt den Bullen Recht. CEO Sanjay Mehrotra erklärte nach den Quartalszahlen im März, dass wichtige Kunden derzeit nur 50 bis zwei Drittel ihres Bedarfs gedeckt bekommen. Microns Hochbandbreiten-Speicher der Generationen HBM3E und HBM4 sind für das gesamte Kalenderjahr 2026 ausverkauft. Nvidia hat Micron als Kernlieferanten für seine Blackwell-GPU-Reihe bestätigt.

Der Optionsmarkt spiegelte die Überzeugung der Marktteilnehmer wider. Bis zum Mittag Chicagoer Zeit wechselten Micron-Optionen mit einem Prämienvolumen von über 2,8 Milliarden Dollar den Besitzer — mehr als die kombinierten Optionsumsätze der Index-ETFs SPY und QQQ. Call-Volumina überwogen deutlich, die implizite Volatilität der Aktie stieg auf 84 — etwa das Fünffache der S&P-500-Volatilität.

Im deutschen Handel schloss die Aktie am Dienstag bei 547,60 Euro — ein neues 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs mehr als verdoppelt, auf Zwölfmonatssicht steht ein Plus von rund 674 Prozent.

Analysten mit vierstelligen Kurszielen

Die Analystengemeinschaft reagiert entsprechend aggressiv. DA Davidson startete die Coverage mit einem Kaufvotum und einem Kursziel von 1.000 Dollar — fast doppelt so hoch wie der aktuelle Analystendurchschnitt. Melius Research nennt 700 Dollar, Arete Research 852 Dollar, TD Cowen erhöhte sein Ziel zuletzt auf 660 Dollar. Auf Basis von 27 Kaufempfehlungen, drei Halteempfehlungen und null Verkaufsempfehlungen lautet das Konsensrating „Strong Buy“.

Speicheraktien insgesamt befinden sich im Aufwind: Western Digital und Seagate legten seit Jahresbeginn rund 170 beziehungsweise 180 Prozent zu, Sandisk sogar knapp 500 Prozent.

Den nächsten konkreten Datenpunkt liefert Micron am 24. Juni mit den Ergebnissen des dritten Fiskalquartals 2026. Analysten erwarten einen Umsatz zwischen 33,7 und 40,9 Milliarden Dollar — eine Spanne, die zeigt, wie wenig Einigkeit darüber besteht, wie lange das aktuelle Investitionstempo der KI-Rechenzentren anhält.

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