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Micron Aktie: 660 Prozent in zwölf Monaten

Langfristige Chip-Verträge und KI-Boom treiben Micron-Aktie auf Rekordniveau. Spekulationen über einen Aktiensplit nehmen zu.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Langfristige Lieferverträge mit Tech-Giganten
  • Aktienkurs seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt
  • Spekulationen über möglichen Aktiensplit
  • HBM4-Produktion für 2026 bereits ausverkauft

Bisher verhandelten Kunden ihre Chip-Lieferungen meist quartalsweise. Jetzt sichern sich Tech-Giganten die Speicherchips von Micron über bindende Verträge für die nächsten drei bis fünf Jahre. Dieser strukturelle Wandel im Hintergrund treibt eine massive Rallye an, die an der Wall Street eine alte Debatte neu entfacht.

Der Aktienkurs spiegelt diese neue Realität wider. Mit einem Schlusskurs von 633,50 Euro am Freitag hat das Papier seit Jahresbeginn um rund 135 Prozent zugelegt. Ein RSI-Wert von knapp 78 signalisiert zwar einen überkauften Markt, bremst die Käufer aber kaum. Angesichts eines Kursplusses von über 660 Prozent auf Zwölf-Monats-Sicht wächst die Spekulation über einen möglichen Aktiensplit.

Die letzte derartige Maßnahme liegt über 25 Jahre zurück. Offiziell gibt es vom Management bisher keine Ankündigung. Marktbeobachter halten einen entsprechenden Vorschlag in den kommenden Monaten jedoch für plausibel, da der hohe absolute Kurs zunehmend Privatanleger abschrecken könnte.

Preismacht trifft auf leere Lager

Abseits der Aktiensplit-Debatte liefert das operative Geschäft harte Fakten. Das Unternehmen hat seine gesamte HBM4-Produktion für das Jahr 2026 bereits fest ausverkauft. Chief Business Officer Sumit Sadana betonte kürzlich, dass die Nachfrage das Angebot derart übersteigt, dass selbst aggressive Investitionen die Lücke kurzfristig nicht schließen können. Neue Fabriken in Idaho und Taiwan werden erst im Geschäftsjahr 2028 nennenswerte Mengen liefern.

Diese Knappheit treibt die Preise massiv in die Höhe. Das Marktforschungsunternehmen Gartner rechnet für das laufende Jahr mit einem Preisanstieg bei DRAM-Speichern um 125 Prozent. Bei NAND-Flash-Speichern wird sogar ein Plus von über 230 Prozent erwartet.

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Die großen Tech-Konzerne befeuern diese Entwicklung durch massive Investitionen in ihre KI-Infrastruktur. Meta-Chef Mark Zuckerberg nannte explizit steigende Speicherkosten als Grund für ein höheres Budget. Die geplanten Investitionsausgaben der Hyperscaler für 2026 verdeutlichen die Dimensionen:

  • Amazon: 200 Milliarden US-Dollar
  • Microsoft: 190 Milliarden US-Dollar
  • Alphabet: 185 Milliarden US-Dollar
  • Meta: 145 Milliarden US-Dollar

Auch Micron selbst passt sich an und stockt sein Investitionsbudget für das Geschäftsjahr 2026 auf über 25 Milliarden US-Dollar auf.

Trotz der rasanten Kursentwicklung bleibt die Bewertung im Branchenvergleich moderat. Die Aktie wird aktuell mit dem Elffachen der erwarteten Gewinne gehandelt. Neue Impulse liefert der Kalender in Kürze: Am 20. Mai präsentiert sich das Management auf der J.P. Morgan Technologiekonferenz in Boston. Die nächsten harten Zahlen folgen mit dem Bericht zum dritten Geschäftsquartal. Hier peilt der Vorstand bereits einen Rekordumsatz von 33,5 Milliarden US-Dollar bei einer Bruttomarge von 81 Prozent an.

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