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Micron Aktie: 24. Juni entscheidet über KI-Rallye

Micron-Aktie fällt um vier Prozent, bleibt aber mit 233 Prozent Jahresplus stark. Fokus liegt auf KI-Speicher und Quartalszahlen Ende Juni.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie fällt vier Prozent
  • Rekordhoch kurz zuvor erreicht
  • Jahresplus von 233 Prozent
  • Quartalszahlen am 24. Juni

Die KI-Rallye am Halbleitermarkt legt eine Atempause ein. Micron erlebte am Dienstag einen spürbaren Rücksetzer. Kurz zuvor markierte das Papier noch ein frisches Rekordhoch. Am Ende des Handelstages stand ein Minus von vier Prozent auf 898,00 Euro auf der Anzeigetafel.

Der aktuelle Dämpfer ändert wenig am übergeordneten Trend. Seit Jahresbeginn steht ein Kursplus von beeindruckenden 233 Prozent zu Buche. Die Aktie notiert weiterhin weit über ihrem 50-Tage-Durchschnitt von rund 609 Euro. Das unterstreicht die enorme Dynamik der vergangenen Monate.

KI-Fantasie treibt das Geschäft

Aktuell präsentiert sich der Konzern auf der Branchenkonferenz HPE Discover in Las Vegas. Dort dreht sich alles um KI-Infrastruktur und Cloud-Netzwerke. Genau hier positioniert sich Micron mit seinen neuen Speicherlösungen. Die Produktion des HBM4-Speichers für Nvidias kommende Vera-Rubin-Plattform läuft bereits auf Hochtouren. Parallel dazu fertigt das Unternehmen spezielle SSD-Festplatten für Rechenzentren in großen Stückzahlen.

Fundamentaldaten setzen hohe Messlatte

Diese starke Marktposition spiegelt sich in den Büchern wider. Im abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal explodierte der Umsatz auf 23,86 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum waren es lediglich gut acht Milliarden Dollar. Der Nettogewinn erreichte fast 14 Milliarden Dollar.

Solche Wachstumsraten wecken enorme Erwartungen. Die Folge: Die Fallhöhe steigt. Eine annualisierte 30-Tage-Volatilität von fast 103 Prozent zeigt die Nervosität der Marktteilnehmer. Jeder noch so kleine Fehltritt kann sofortige Gewinnmitnahmen auslösen.

Der nächste Härtetest steht bereits im Kalender. Am 24. Juni veröffentlicht Micron die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal. Dieser Bericht entscheidet über die kurzfristige Richtung. Bestätigt das Management die massive Nachfrage nach KI-Speicherchips, dürfte die aktuelle Konsolidierung schnell enden. Enttäuscht der Ausblick, droht ein tieferer Rücksetzer.

Diskussion zu Micron

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.