Micron schlägt ein neues Kapitel auf. Der Chipkonzern fertigt seine fortschrittlichsten Speicherchips nun direkt in den USA. Das Werk in Virginia startet die Produktion der neuen 1-alpha-DRAM-Technologie. Damit rückt die heimische Lieferkette massiv in den Fokus.
Ausbau der US-Kapazitäten
Das Management nimmt mehr als zwei Milliarden US-Dollar in die Hand. Micron modernisiert und erweitert den Standort in Manassas. Die Anlage vervierfacht künftig das Angebot an speziellen DDR4-Wafern. Diese Speicherchips fließen in langlebige Produkte. Zu den Abnehmern zählen die Autoindustrie, Rüstungskonzerne und die Medizintechnik.
Bis Ende 2026 erwartet der Konzern die qualifizierte Serienproduktion. Das Projekt sichert über 3.100 Arbeitsplätze in der Region. Bund und Bundesstaat fördern den Ausbau finanziell.
Die politische Dimension ist enorm. CEO Sanjay Mehrotra empfängt am Freitag hochrangige Vertreter der US-Regierung. Dazu zählen Handelsminister Howard Lutnick und mehrere Senatoren. Das Werk in Virginia ist nur ein Puzzleteil.
Insgesamt plant Micron Investitionen von rund 200 Milliarden US-Dollar in den USA. Das Programm soll 90.000 amerikanische Jobs schaffen. Parallel dazu schreiten andere Projekte voran. In New York starteten die Bauarbeiten für einen weiteren Komplex bereits im Januar. Die erste Fabrik in Idaho soll Mitte 2027 erste Wafer liefern.
Starke Zahlen, ruhige Aktie
Finanziell steht der Konzern auf einem soliden Fundament. Im zweiten Geschäftsquartal erwirtschaftete Micron einen Umsatz von 23,86 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn lag bei 13,79 Milliarden US-Dollar. Für das dritte Quartal peilt das Management rund 33,5 Milliarden US-Dollar Umsatz an.
An der Börse reagieren Anleger gelassen. Die Micron-Aktie gibt heute leicht auf 650,70 Euro nach. Kein Wunder. Der Titel hat in den vergangenen zwölf Monaten bereits um sagenhafte 673 Prozent zugelegt.
Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus auf fast 142 Prozent. Der Kurs liegt komfortable 46 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt. Der Markt wertet die Nachrichten aus Virginia als langfristigen strategischen Schritt. Ein direkter Umsatzschub bleibt vorerst aus.
Der Fahrplan für die kommenden Jahre steht fest. Investoren achten nun auf die Umsetzung der ehrgeizigen Ziele. Bis Ende 2026 muss die Produktion in Manassas reibungslos laufen. Mitte 2027 folgt der Produktionsstart in Idaho. Diese Meilensteine entscheiden über den langfristigen Erfolg der US-Strategie.
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