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Micron Aktie: 19-Prozent-Sprung über 1-Billion-Marke

Micron Technology erreicht erstmals eine Billion Dollar Börsenwert. Analysten erhöhen Kursziele massiv, gestützt auf starke Quartalszahlen und die anhaltende KI-Nachfrage.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Börsenwert überschreitet Billionen-Grenze
  • Analysten erhöhen Kursziele drastisch
  • Dell-Quartal beflügelt Speicherchiphersteller
  • Nächster Earnings Call am 24. Juni

Innerhalb von sieben Tagen hat Micron Technology die Finanzwelt aufgemischt. Der Speicherchiphersteller überschritt erstmals die Marke von einer Billion Dollar Börsenwert, kassierte eine Welle von Analystenerhöhungen und profitierte von einem Blowout-Quartal seines wichtigsten Infrastrukturpartners. Das Ergebnis: ein Allzeithoch nach dem anderen.

Die Billion-Dollar-Woche

Den Ton gab Dienstag vor. Microns Aktie sprang an einem einzigen Tag um 19 Prozent — getrieben von der schier unersättlichen KI-Nachfrage nach Speicherchips. Damit überstieg der Börsenwert erstmals die Billion-Dollar-Schwelle.

UBS reagierte prompt und verdreifachte das Kursziel von 535 auf 1.625 Dollar — das höchste Ziel auf dem gesamten Wall Street. Die Begründung: Langfristverträge mit teilweise festen Preisen und eine strukturelle Neubewertung des gesamten Speichermarkts durch KI. „Der Markt wird beginnen, der Aktie ein normaleres Bewertungsmultiple zuzugestehen“, schrieb UBS.

Auf Jahressicht hat die Aktie mehr als 800 Prozent zugelegt. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von rund 210 Prozent. Der Schlusskurs am Freitag lag bei 832,60 Euro — ein neues 52-Wochen-Hoch, das den Tiefpunkt von 83,25 Euro vor einem Jahr um das Zehnfache übersteigt.

Dell liefert den Beweis

Freitag brachte zusätzlichen Schwung — diesmal von außen. Dell Technologies meldete Quartalsergebnisse, die Analysten weit übertrafen. Der Umsatz kletterte auf 43,8 Milliarden Dollar, der Konsens hatte 34,8 Milliarden erwartet. Der Jahresvergleich zeigt ein Umsatzwachstum von 88 Prozent, der Gewinn stieg um 282 Prozent. Die Dell-Aktie schoss daraufhin um 28 Prozent nach oben.

Für Micron ist das kein Zufall. Dells KI-Server-Auftragsbestand erreichte 51,3 Milliarden Dollar und soll in diesem Jahr auf 60 Milliarden wachsen. Beide Unternehmen sind tief in denselben KI-Infrastrukturstack eingebettet. Was Dell bestellt, verbaut Micron.

Analysten überbieten sich

Susquehanna-Analyst Mehdi Hosseini setzte am Freitag das bislang höchste Kursziel: 1.750 Dollar je Aktie. Seine These: Der Speichermarkt bleibt bis 2027 angespannt.

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Mizuho hatte bereits früher in der Woche nachgezogen. Analyst Vijay Rakesh hob das Ziel von 800 auf 1.150 Dollar und behielt die Outperform-Einstufung. Mizuho erwartet für das Geschäftsjahr 2027 ein Umsatzwachstum von 70 Prozent und ein EPS-Wachstum von 85 Prozent. Für 2028 liegt die EPS-Schätzung bereits 41 Prozent über dem Marktkonsens — gestützt auf anhaltend knappes Angebot und steigende Preise.

Kein Wunder, dass Anleger nervös auf jede neue Zahl reagieren.

Zahlen, die die These tragen

Die Analysteneuphorie fußt auf handfesten Ergebnissen. Im zweiten Fiskalquartal 2026 erzielte Micron einen Umsatz von 23,86 Milliarden Dollar — nach 8,05 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Der GAAP-Nettogewinn lag bei 13,79 Milliarden Dollar, oder 12,07 Dollar je verwässerter Aktie.

Für das dritte Quartal erwartet das Unternehmen einen Umsatz von 33,5 Milliarden Dollar. Die Non-GAAP-Bruttomarge soll bei rund 81 Prozent liegen, der verwässerte EPS bei 19,15 Dollar. Microns HBM-Produkte sind bis Ende des Kalenderjahres ausverkauft — das signalisiert erhebliche Preissetzungsmacht.

Kurssplit und nächster Termin

Mit dem Kurs nahe der 1.000-Dollar-Marke gewinnt eine alte Frage neue Relevanz: Wann teilt Micron seine Aktie? Den letzten Split gab es im Jahr 2000. Eine offizielle Ankündigung fehlt bislang.

Den nächsten konkreten Prüfstein liefert der 24. Juni. Dann hält Micron seinen Earnings Call für das dritte Fiskalquartal ab — und Anleger werden sehen, ob die KI-Speichernachfrage die aktuelle Bewertung weiter trägt.

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Diskussion zu Micron

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.