398 Prozent Kursgewinn in zwölf Monaten — und die Aktie notiert auf einem neuen 52-Wochen-Hoch. Micron Technology hat sich in kurzer Zeit zu einem der heißesten Halbleiterwerte entwickelt. Der Treiber: Hochleistungsspeicher für KI-Chips, bei dem der Konzern gerade die Konkurrenz hinter sich lässt.
HBM-Kapazität komplett ausverkauft
Microns Aufstieg fußt auf einem klaren Fundament. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 sprang der Umsatz um 196 Prozent auf 23,86 Milliarden Dollar. Das Cloud-Segment allein steuerte 7,75 Milliarden Dollar bei. Für das laufende dritte Quartal erwartet das Management 33,5 Milliarden Dollar.
Der Schlüssel dahinter ist die HBM-Sparte. Micron liefert Hochbandbreitenspeicher für NVIDIAs H200- und Blackwell-GPUs. Die gesamte HBM-Produktionskapazität für das Kalenderjahr 2026 ist laut Management durch verbindliche Verträge bereits vergeben. Das Auftragsbuch reicht offenbar bis in das Jahr 2027.
Technologievorsprung bei HBM4
Microns aktuelle HBM3E-Generation bietet eine Kapazität von 36 Gigabyte und verbraucht bis zu 30 Prozent weniger Strom als Konkurrenzprodukte. Die nächste Generation HBM4 soll über 2,8 Terabyte pro Sekunde Bandbreite erreichen. Außerdem plant Micron eine weitere Effizienzverbesserung von mehr als 20 Prozent gegenüber HBM3E. Diese Chips sind für NVIDIAs Vera-Rubin-GPUs vorgesehen.
Der Markt wächst entsprechend. Analysten schätzen das HBM-Volumen für 2025 auf rund 35 Milliarden Dollar — bis 2028 soll es auf etwa 100 Milliarden Dollar anwachsen.
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Bewertung und Risiken
Die Aktie schloss zuletzt bei 424 Euro und liegt damit rund 85 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresbeginn beträgt das Plus fast 58 Prozent. Institutionelle Investoren reagieren: WT Asset Management kaufte zuletzt über 900.000 Micron-Aktien und machte den Titel zur zweitgrößten Position im Portfolio.
Einige Analysten rechnen für das Geschäftsjahr 2027 mit einem Gewinn je Aktie von über 100 Dollar. Das würde das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis aktueller Kurse unter fünf drücken — für einen Wachstumswert eine ungewöhnlich niedrige Bewertung.
Ein Risiko bleibt: Sollte die Speicherbranche in eine Überkapazität rutschen, könnten die Preise unter Druck geraten. Wie robust Microns Position dann noch ist, dürfte der Quartalsbericht zeigen — erwartet zwischen dem 24. und 29. Juni 2026.
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