Microchip legt nach: Nach einem positiven Business-Update und mehreren Analystenaufwertungen zieht die Aktie in der Nachbörse an. Das Unternehmen erwartet ein drittes Fiskalquartal 2026 mit Umsatz rund 1,185 Mrd. US-Dollar und meldet Fortschritte bei Produktqualifikationen. Ist das der Beginn einer nachhaltigen Erholung? Die Antwort hängt maßgeblich von den bevorstehenden Quartalszahlen und der Auftragslage ab.
- Vorgemeldete Umsatzerwartung Q3 (Ende 31.12.2025): ~1,185 Mrd. US-Dollar
- Reaktion am Markt: Anstieg um 10,1 % am 6. Januar nach der Vorankündigung
- Quartalsbericht: Geplant für den 5. Februar
Die Zahlen im Überblick
Am 5. Januar kündigte Microchip an, im dritten Fiskalquartal Nettoumsätze von rund 1,185 Mrd. US-Dollar zu erzielen. Das lag über der bisherigen Guidance von 1,109–1,149 Mrd. US-Dollar und deutete auf eine breit gestützte Erholung der Endmärkte hin. Die Vorankündigung löste einen Kursanstieg von 10,1 % am folgenden Handelstag aus.
In der Folge hoben mehrere Institute ihre Kursziele an: Stifel auf 90 USD (zuvor 80 USD, Buy), Wolfe Research auf 90 USD (zuvor 76 USD), Piper Sandler auf 85 USD (zuvor 80 USD, Overweight), B. Riley auf 95 USD (zuvor 85 USD) und Needham auf 77 USD (zuvor 75 USD). Diese Anpassungen stützen die positive Stimmung, ohne jedoch einheitlich übermäßige Kurszielaufschläge zu zeigen.
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Produktfortschritte und Strategie
Microchip meldete mehrere technische Fortschritte in der Berichtswoche:
– SST und UMC schlossen die Qualifikation sowie die Produktionsfreigabe der ESF4 (Embedded SuperFlash Gen 4) mit Automotive Grade 1 auf UMCs 28HPC+-Plattform ab (15. Januar). Das Produkt zielt auf steigende Anforderungen bei Fahrzeugcontrollern.
– Am 13. Januar stellte Microchip die JANPTX-Familie nicht-hermetischer TVS-Bausteine vor, die als erste dieser Art die MIL-PRF-19500-Qualifikation für Luftfahrt und Verteidigung erreichten.
– Am 8. Januar veröffentlichte das Unternehmen maßgeschneiderte Firmware für NVIDIA DGX Spark AI-Systeme für den MEC1723-Embedded-Controller zur Verbesserung des Systemmanagements bei KI-Workloads.
CEO Steve Sanghi begründete den optimistischen Ausblick mit einer sich entspannenden Bestandslage, dem Fortschritt im „nine-point recovery plan“ und Plänen zur Produktionshochfahrt im Märzquartal. Microchip nennt zudem eine deutliche Reduktion interner Bestände als Bestandteil der Erholung.
Ausblick
Am 5. Februar veröffentlicht Microchip die offiziellen Zahlen zum dritten Fiskalquartal. Bestätigt das Unternehmen die vorläufige Umsatzprognose und zeigt sich ein anhaltendes Auftragswachstum, dürfte die positive Marktstimmung Bestand haben. Sollten die Ergebnisse hinter der Vorschau zurückbleiben oder das Backlog schwächer ausfallen, könnte die Aktie kurzfristig unter Druck geraten. Analystenkonsens bleibt überwiegend positiv (Durchschnittseinschätzung: „Moderate Buy“ basierend auf 24 Bewertungen), die Bewertung notiert nahe dem 52‑Wochen‑Hoch von 77,20 USD.
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