Der einstige Hoffnungsträger der europäischen Solarindustrie wird Stück für Stück demontiert. Die Meyer Burger Technology Aktie ist von der Schweizer Börse SIX endgültig dekotiert worden – für Anleger bedeutet das den faktischen Totalverlust ihrer Investition.
Symbolischer Schlussakt besiegelt das Ende
Der Verkauf der Markenrechte von „Solarworld“ an deren ursprünglichen Gründer Frank Asbeck markiert den finalen Schlusspunkt. Meyer Burger hatte die Solarworld-Produktionsstätten erst 2021 übernommen, um eine europäische Fertigung aufzubauen. Der Rückverkauf ist die direkte Konsequenz aus dem gescheiterten Rettungsversuch und der laufenden Insolvenz.
Das Delisting ist vollzogen, nachdem das Unternehmen mehrfach Fristen zur Vorlage von Geschäftsberichten verstreichen ließ. Der Handel mit den Papieren ist damit an der Heimatbörse beendet – die Wertpapiere sind für die meisten Anleger wertlos geworden.
Konkurrenzkampf führt zum Kollaps
Die erdrückende Konkurrenz durch subventionierte Module aus China machte eine profitable europäische Produktion unmöglich. Die Abwicklung des Unternehmens ist die bittere Konsequenz dieser tektonischen Verschiebungen im Solarmarkt.
Für Aktionäre sind keine Werte mehr zu realisieren:
- Produktionsstopp: Die Fertigung in Freiberg wurde bereits im März 2024 eingestellt
- Insolvenzen: Deutsche und amerikanische Tochtergesellschaften befinden sich in Insolvenzverfahren
- Investorensuche gescheitert: Die monatelange Suche nach neuen Geldgebern blieb erfolglos
- Keine Liquidationsdividende: Eine Ausschüttung an Aktionäre ist ausgeschlossen
Der Titel ist damit klar im Abwärtstrend, der nun in der vollständigen Auflösung mündet. Die verbleibenden Vermögenswerte werden liquidiert, um Gläubigerforderungen zu bedienen. Für die Aktie selbst gibt es keine Grundlage für eine Erholung.
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