Startseite » Erneuerbare Energien » Meyer Burger Technology Aktie: Erste Alarmsignale?
Symbolbild, KI-generiert

Meyer Burger Technology Aktie: Erste Alarmsignale?

Das Solarunternehmen Meyer Burger wird nach gescheiterter Investorensuche abgewickelt. Die Aktie wird dekotiert, alle Standorte geschlossen und Aktionäre gehen leer aus.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Dekotierung der Aktie ohne Einspruch des Unternehmens
  • Gläubigerschutzverfahren für Schweizer Gesellschaften eingeleitet
  • Deutsche Werke stillgelegt und 600 Mitarbeiter entlassen
  • Keine Aussicht auf Liquidationsdividende für Aktionäre

Die Lage eskaliert: Meyer Burger steht vor der kompletten Zerschlagung. Die Investorensuche ist gescheitert, die Börsennotierung endet, und für Aktionäre bleibt nichts übrig. Das Solarunternehmen wird in seiner bisherigen Form aufhören zu existieren.

Schweizer Börse zieht den Stecker

Der Todesstoß für die Aktie ist besiegelt. Die SIX Exchange Regulation verfügte die Dekotierung der Namenaktien – und Meyer Burger verzichtet bewusst auf einen Einspruch. Die Aktie verschwindet damit endgültig vom Kurszettel.

Parallel dazu steht das Unternehmen nun offiziell unter Gläubigerschutz. Die drei Schweizer Gesellschaften – Meyer Burger Technology AG, Meyer Burger Switzerland AG und Meyer Burger Research AG – wurden in eine ordentliche provisorische Nachlassstundung überführt. Eine Sanierung über einen Nachlassvertrag soll das Schlimmste noch abwenden.

Deutsche Werke: Game Over

Für die deutschen Standorte gibt es keine Rettung mehr. Die Werke in Bitterfeld-Wolfen und Hohenstein-Ernstthal sind seit Anfang September stillgelegt, nachdem die Insolvenzverfahren eröffnet wurden. Die Investorensuche blieb ergebnislos.

Die Belegschaft zahlt den Preis: Rund 600 deutsche Mitarbeiter erhielten ihre Kündigungen und wurden bis auf ein kleines Abwicklungsteam freigestellt. Als Hauptschuldige macht das Unternehmen die erdrückende Konkurrenz durch chinesische Billigimporte und die unsichere Förderpolitik in Europa und den USA aus.

Aktionäre gehen leer aus

Was für Anteilseigner übrig bleibt? Nichts. Die Unternehmensführung stellte unmissverständlich klar: Im Rahmen des Nachlassvertrags ist eine Liquidationsdividende an die Aktionäre ausgeschlossen. Die Restrukturierung konzentriert sich ausschließlich auf die Abwicklung und den Verkauf einzelner Unternehmensteile.

Die harten Fakten:
* Totale Pleite: Keine realistische Rettungschance für die Gesamtgruppe
* Börsen-Exodus: Dekotierung ohne Widerspruch besiegelt
* Massenentlassungen: Fast alle der etwa 945 Mitarbeiter weltweit wurden entlassen
* Zerschlagung: Nur noch Verkauf einzelner Vermögenswerte möglich

Frontalangriff der Chinesen erfolgreich

Der jüngste Verkauf von US-Vermögenswerten für 29 Millionen Dollar bringt zwar noch etwas Kapital, ändert aber nichts am düsteren Gesamtbild. Die Meyer Burger Gruppe, wie der Markt sie kannte, wird nicht mehr existieren. Ein Paradebeispiel dafür, wie chinesische Konkurrenz und politische Unsicherheit eine einst hoffnungsvolle Solarstory vernichtet haben.

Anzeige

Stand heute, 5. November: Meyer Burger Technology – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in Meyer Burger Technology investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 5. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

Meyer Burger Technology: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu Meyer Burger Technology

Redaktion Kapitalmarktexperten

Unter „Redaktion Kapitalmarktexperten“ erscheinen Beiträge, die mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt werden. Themenauswahl, Quellen und die redaktionellen Regeln verantwortet die Redaktion; verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV ist Dr. Robert Sasse. Hinweise und Korrekturen: kapitalmarktexperten.de/korrekturen/