Metaplanet kämpft an zwei Fronten. Das operative Geschäft brummt, doch der Aktienkurs leidet. Ursache ist die überraschende Verschiebung der geplanten Vorzugsaktien-Emission. Die Papiere fielen am Mittwoch um 2,6 Prozent auf 305 Yen – und notieren damit nahe dem Jahrestief.
Warum die Vorzugsaktien warten müssen
Die Programme „Mars“ und „Mercury“ sollten frische Mittel in Milliardenhöhe bringen. Doch die japanische Börsenaufsicht bremst. CEO Simon Gerovich bestätigte: Der Markt für Vorzugsaktien in Japan sei noch zu unreif, die Regeln zu streng.
Die Vorgabe: Dividenden müssen aus nachhaltigen, wiederkehrenden Cashflows bedient werden – geprüft in verschiedenen Marktszenarien. Metaplanet hat zwar sechs Quartale mit steigenden Bitcoin-Einnahmen vorzuweisen. Den Behörden reicht das nicht, insbesondere für Abwärtsphasen des Kryptomarktes. Hinzu kommt ein Novum: Monatliche Dividenden statt der in Japan üblichen jährlichen oder halbjährlichen Zahlungen. Dafür fehlt noch die Infrastruktur.
Operativer Boom, aber Milliarden-Buchverlust
Die Verzögerung trifft auf ein gemischtes Bild im ersten Quartal 2026. Metaplanet meldete einen Nettoverlust von 114,5 Milliarden Yen – rund 725 Millionen US-Dollar. Das Management führt ihn fast vollständig auf nicht zahlungswirksame Bewertungsverluste zurück. Bitcoin verlor im ersten Quartal 22 Prozent, der schwächste Jahresstart seit 2018.
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Parallel dazu laufen die operativen Kennzahlen auf Rekordniveau. Der Nettoumsatz stieg um 251 Prozent auf 3,08 Milliarden Yen. Der operative Gewinn legte um 282,5 Prozent auf 2,27 Milliarden Yen zu – eine Marge von 73,6 Prozent. Die Diskrepanz zeigt: Die Bilanz ist extrem bitcoinabhängig, während das Kerngeschäft wächst.
Bitcoin-Reserven stabil, neues Finanzierungsinstrument
Trotz der regulatorischen Hürden hält Metaplanet an seiner Treasury-Strategie fest. Der Bestand liegt bei 40.177 Bitcoin – das sind 87 Prozent aller Bitcoin in japanischen Publikumsgesellschaften. Um die Akquisitionen zu finanzieren, griff das Management auf eine 8-Milliarden-Yen-Anleihe mit Nullkupon zurück, platziert beim EVO FUND. Die Aktienemission bleibt jedoch der entscheidende Hebel für die langfristigen Ziele: 100.000 Bitcoin bis Ende 2026, 210.000 bis Ende 2027.
Technisch angeschlagen
Die Aktie hat seit Jahresbeginn mehr als 28 Prozent verloren und notiert unter allen relevanten gleitenden Durchschnitten. Der Bereich um 300 Yen dürfte als psychologische Marke wirken. Ob die Regulierungsbehörden den Vorzugsaktien-Plan in den kommenden Wochen freigeben, ist entscheidend für die weitere Kursrichtung. Die operative Guidance – 160 Milliarden Yen Umsatz und 11,4 Milliarden Yen operativer Gewinn – steht indes.
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