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Metaplanet Aktie: Wichtige Schwelle verfehlt

Die Metaplanet-Aktie fiel unter die kritische Schwelle von 637 Yen, wodurch eine wichtige Finanzierungsquelle für weitere Bitcoin-Käufe vorerst gesperrt bleibt. Der Rücksetzer bremst die kurzfristige Dynamik.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kritische Warrant-Schwelle von 637 Yen verfehlt
  • Finanzierung für Bitcoin-Käufe vorerst blockiert
  • Aktie dennoch mit starken Wochensicht-Gewinnen
  • Quartalsbericht im Februar als nächster Katalysator

Metaplanet hat den Ausbruch über eine zentrale Kursmarke nicht halten können. Damit bleibt ein wichtiges Instrument zur Finanzierung weiterer Bitcoin-Käufe vorerst blockiert. Der Rücksetzer bremst die kurzfristige Dynamik, ändert aber nichts an der starken Erholung der vergangenen Wochen.

637-Yen-Marke rückt wieder in die Ferne

Die in Tokio gelistete Aktie schloss am Freitag bei 591 Yen, ein Minus von 3,59 % gegenüber dem Vortag. Am Donnerstag war der Kurs kurzfristig bis auf 639 Yen gestiegen und damit über den kritischen Ausübungspreis von 637 Yen für die 23. Tranche der Aktienoptionsscheine gesprungen.

Dieser kurze Ausbruch erwies sich jedoch als nicht nachhaltig, Gewinnmitnahmen drückten den Kurs wieder unter die Marke. Genau diese Schwelle ist entscheidend, weil sie das Moving-Strike-Warrant-Programm (MSW) des EVO Fund aktiviert. Bleibt der Kurs über 637 Yen, kann der Fonds bis zu 105 Millionen neu ausgegebene Aktien zeichnen, deren Erlös vollständig in zusätzliche Bitcoin fließen soll.

Wesentliche Eckpunkte der Warrant-Struktur:

  • 23. Serie: Ausübungsschwelle 637 Yen, potenziell 105 Mio. neue Aktien
  • 24. Serie: Aktivierung bei 777 Yen, weitere 105 Mio. Aktien möglich
  • Maximale Verwässerung: Bis zu 210 Mio. neue Aktien aus beiden Tranchen

Solange der Kurs unter 637 Yen verharrt, bleibt diese Finanzierungsquelle für weitere Bitcoin-Käufe ungenutzt.

Starke Woche trotz Rücksetzer

Trotz des Rückgangs zum Wochenschluss legte die Aktie auf Wochensicht rund 12 % zu. Seit den Tiefstständen im Dezember 2025 summiert sich der Anstieg auf etwa 90 %. Das signalisiert eine deutlich gestiegene Zuversicht gegenüber der Bitcoin-Treasury-Strategie des Unternehmens.

Am Donnerstag sprang das Handelsvolumen im Zuge des Tests der Warrant-Schwelle auf 46,3 Mio. Stück. Am Freitag kühlte sich die Aktivität auf 27,5 Mio. Aktien ab, die Notierung schwankte dabei in einer Spanne zwischen 581 und 602 Yen.

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mNAV-Multiplikator als Taktgeber für Kapitalmaßnahmen

Ein zentraler Kennwert für Metaplanet ist das Verhältnis der Marktkapitalisierung zu den Bitcoin-Beständen, gemessen am Multiple to Net Asset Value (mNAV). Dieser Wert ist auf 1,36 gestiegen und liegt damit so hoch wie zuletzt im Oktober 2025.

Der mNAV ist entscheidend für die Frage, ob neue Aktienemissionen Wert schaffen oder vernichten. Während des Kurssturzes um 80 % seit den Juni-Hochs war der mNAV unter 1,0 gefallen. Das Management stoppte in dieser Phase die Ausübung der Warrants, um eine verwässernde Kapitalaufnahme zu vermeiden.

Auf dem aktuellen Niveau signalisiert die Prämie auf den inneren Wert, dass eine künftige Ausübung der Warrants rechnerisch wertsteigernd für bestehende Aktionäre wäre – vorausgesetzt, der Kurs bleibt über den jeweiligen Schwellen.

Rolle im globalen Bitcoin-Universum

Metaplanet hält derzeit 35.102 Bitcoin in der Bilanz, mit einem Gegenwert von rund 3,3 Mrd. US-Dollar auf Basis der aktuellen Kurse. Damit positioniert sich das Unternehmen als:

  • größter börsennotierter Corporate-Bitcoin-Halter Asiens
  • viertgrößter Corporate-Bitcoin-Halter weltweit
  • relevanter Akteur im institutionellen Bitcoin-Markt

Parallel betreibt Metaplanet ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 150 Mio. Aktien. Dieses Programm ist über eine Bitcoin-besicherte Kreditlinie hinterlegt und wirkt potenziell als Gegengewicht zu einer späteren Verwässerung aus den Warrant-Emissionen.

Blick auf Q4-Zahlen und nächste Kursschritte

Im Fokus steht nun der Quartalsbericht zum vierten Quartal, der für den 17. Februar 2026 angekündigt ist. Ausgehend vom aktuellen Kursniveau wäre ein Anstieg von rund 7,8 % erforderlich, um die 637-Yen-Marke erneut zu erreichen und damit die erneute Aktivierung der 23. Warrant-Serie zu ermöglichen.

Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 51 % gewonnen und den Nikkei 225 mit dessen Zuwachs von 7,5 % deutlich hinter sich gelassen. Die anstehenden Zahlen und die Reaktion des Marktes darauf werden entscheidend dafür sein, ob der Weg zurück über die zentrale 637-Yen-Schwelle kurzfristig gelingt.

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