Startseite » Asien-Märkte » Metaplanet Aktie: Weckruf notwendig?

Metaplanet Aktie: Weckruf notwendig?

Trotz operativer Gewinne stürzt Metaplanet durch massive Bewertungsverluste auf Bitcoin-Bestände in die roten Zahlen, was zu einem massiven Kursverfall führt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Nettoverlust von rund 95 Milliarden Yen trotz Umsatzplus
  • Nicht realisierte Bitcoin-Verluste übersteigen 1,2 Milliarden Dollar
  • Aktienkurs verliert rund 83 Prozent vom Jahreshöchststand
  • Strategiewechsel bei der Finanzierung durch Vorzugsaktien

Während CEO Simon Gerovich den Beginn einer neuen „Bitcoin-Ära“ in Japan ausruft, kämpft sein eigenes Unternehmen an der Börse mit der harten Realität. Trotz operativer Gewinne drücken massive Abschreibungen auf den Bitcoin-Bestand die Bilanz tief in die roten Zahlen. Hält das aggressive Geschäftsmodell dem enormen Verkaufsdruck stand?

Diskrepanz zwischen Vision und Bilanz

Auslöser für Gerovichs aktuelle Zuversicht ist der Schritt von Daido Limited. Das japanische Traditionsunternehmen kündigte heute an, bis zu einer Milliarde Yen in Bitcoin zu investieren, um sich gegen Inflation und Währungsrisiken abzusichern. Gerovich wertet dies als Bestätigung, dass die Akzeptanz von Bitcoin in japanischen Firmenbilanzen zunimmt.

Doch die eigenen Zahlen von Metaplanet trüben das Bild. Zwar konnte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2025 den operativen Gewinn auf 6,28 Milliarden Yen (ca. 40,8 Millionen Dollar) steigern und den Umsatz massiv ausbauen. Unter dem Strich steht jedoch ein gigantischer Nettoverlust von rund 95 Milliarden Yen (ca. 619 Millionen Dollar). Verantwortlich hierfür sind primär nicht zahlungswirksame Bewertungsverluste auf den Bitcoin-Bestand, da die Bilanzierungsregeln eine Anpassung an den gefallenen Marktwert vorschreiben.

Bitcoin-Bestände tief im Minus

Mit mittlerweile 35.102 Einheiten ist Metaplanet der größte Bitcoin-Halter Japans und weltweit die Nummer vier unter den börsennotierten Firmen. Das Problem liegt im Einkaufspreis: Der Durchschnittskurs für die Bestände beträgt fast 107.000 Dollar pro Coin.

Durch die jüngsten Marktkorrekturen summieren sich die nicht realisierten Verluste aktuell auf über 1,2 Milliarden Dollar. Diese Entwicklung spiegelt sich brutal im Aktienkurs wider. Das Papier schloss am 20. Februar bei nur noch 319 Yen – ein Absturz von rund 83 Prozent gegenüber dem 52-Wochen-Hoch von 1.930 Yen. Auch der Bewertungsaufschlag (Premium) zum Nettoinventarwert ist fast vollständig verschwunden und liegt nun nahe dem Faktor 1.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Metaplanet?

Strategiewechsel bei der Finanzierung

Der drastische Kursverfall hat direkte Konsequenzen für die Kapitalbeschaffung. Die bisherige Strategie, sich über Optionsscheine (Warrants) zu finanzieren, funktioniert bei den aktuellen Tiefstständen nicht mehr. Das Management weicht daher auf die Ausgabe von Vorzugsaktien aus, die Dividendenrenditen zwischen 1 Prozent und 8 Prozent bieten – ein attraktives Angebot im japanischen Niedrigzinsumfeld.

Trotz der Herabstufung des Kursziels durch das Analysehaus Cantor Fitzgerald auf 3,00 Dollar hält CEO Gerovich an den Zielen fest. Der Plan sieht vor, den Bestand bis Ende 2026 auf 100.000 Bitcoin auszubauen. Ein Verkauf der Assets sei auch bei anhaltendem „Krypto-Winter“ keine Option.

Investoren blicken nun auf den 19. Mai, wenn das Unternehmen die nächsten Quartalszahlen vorlegt. Bis dahin bleibt die Entwicklung der Aktie untrennbar an die Volatilität des Bitcoin-Kurses gekoppelt.

Anzeige

Metaplanet-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Metaplanet-Analyse vom 28. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Metaplanet-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Metaplanet-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Metaplanet: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Metaplanet

Metaplanet Chart