Der japanische Investor Metaplanet baut seine Bitcoin-Bestände konsequent aus und nutzt dabei einen entscheidenden Kostenvorteil gegenüber Branchengrößen wie MicroStrategy. Durch eine gezielte Optionsstrategie generiert das Unternehmen Millionen an Zusatzeinnahmen, die den effektiven Kaufpreis der Kryptowährung deutlich senken. Am Aktienmarkt wird dieser operative Erfolg derzeit allerdings kaum honoriert.
Optionsgeschäfte als Kostenvorteil
Metaplanet trennt seine Bitcoin-Bestände strikt in zwei Bereiche: einen für das langfristige Halten und einen für die Einkommenserzielung. Im ersten Quartal 2026 erwirtschaftete das Unternehmen durch besicherte Optionsgeschäfte rund 18,6 Millionen US-Dollar. Dabei verkauft das Team Put-Optionen unter dem aktuellen Marktpreis und sammelt wöchentlich Prämien ein, solange der Kurs nicht zu stark abrutscht.
Diese Einnahmen wirken sich direkt auf die Anschaffungskosten aus. Rechnet man die Optionsprämien auf die im Quartal neu erworbenen 5.075 Bitcoins an, sinkt der effektive Netto-Kaufpreis von knapp 79.900 auf etwa 76.200 US-Dollar pro Coin. Zum Vergleich: Der amerikanische Konkurrent MicroStrategy zahlte im selben Zeitraum durchschnittlich fast 81.000 US-Dollar. Metaplanet agiert beim Aufbau seiner Reserven somit messbar kosteneffizienter.
Aufstieg in die globale Top Drei
Mit den jüngsten Käufen im Wert von 398 Millionen US-Dollar wuchs der Gesamtbestand der Japaner auf 40.177 Bitcoin. Damit überholte Metaplanet das Mining-Unternehmen MARA Holdings, das im März rund 15.000 Coins zur Schuldentilgung veräußert hatte.
Hinter MicroStrategy und Twenty One Capital belegt Metaplanet nun den dritten Platz der börsennotierten Unternehmen mit den größten Bitcoin-Reserven. Finanziert wurde diese Expansion durch zwei Kapitalerhöhungen im ersten Quartal. Diese spülten umgerechnet rund 53 Milliarden Yen in die Kassen, die primär direkt in neue Bitcoin-Käufe flossen.
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Diskrepanz zur Aktienentwicklung
Trotz des rasanten Wachstums der Krypto-Reserven zeigt die Aktie Schwäche. Der sogenannte BTC-Yield, der das Wachstum der Bitcoin-Bestände im Verhältnis zur Aktienverwässerung misst, fiel im ersten Quartal auf 2,8 Prozent. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei fast 96 Prozent. Dieser Rückgang ist eine strukturelle Folge der massiv gewachsenen Aktienanzahl, die zur Finanzierung der Käufe notwendig war.
Anleger reagieren auf diese Verwässerung zunehmend zurückhaltend. Die Aktie notierte Anfang April bei 302 Yen und hat damit seit Jahresbeginn rund 25 Prozent an Wert verloren. Vom Höchststand im Juni 2025 bei 1.930 Yen ist das Papier weit entfernt.
Am 19. Mai 2026 wird Metaplanet die nächsten Quartalszahlen vorlegen. Dann rückt in den Fokus, in welchem Umfang die Einnahmen aus dem Optionsgeschäft die hohen Anschaffungskosten weiterhin strukturell abfedern, während das Unternehmen sein ambitioniertes Ziel von 100.000 Bitcoin bis Ende 2026 ansteuert.
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