Metaplanet hat in dieser Woche an der Tokioter Börse deutlich Federn gelassen. Auslöser ist eine umfangreiche Kapitalerhöhung, die bestehende Aktionäre verwässert — und das zu einem Zeitpunkt, an dem die Aktie ohnehin weit unter ihren gleitenden Durchschnittswerten notiert.
Kapitalerhöhung im Detail
Das Unternehmen hat insgesamt 40,8 Milliarden Yen (rund 255 Millionen Dollar) durch eine Aktienplatzierung mit einem Aufschlag von zwei Prozent eingesammelt. Hinzu kommen Warrants mit einem Ausübungspreis von zehn Prozent über dem aktuellen Kurs, die bei vollständiger Ausübung weitere 44,5 Milliarden Yen einbringen könnten — das Gesamtvolumen der Finanzierungsrunde liegt damit bei rund 531 Millionen Dollar.
Neu eingeführt wurden sogenannte Moving-Strike-Warrants mit einer mNAV-Klausel: Warrants dürfen nur ausgeübt werden, wenn die Aktie mindestens das 1,01-Fache des modifizierten Nettoinventarwerts erreicht — einer Kennzahl, die Marktkapitalisierung und Bitcoin-Bestand ins Verhältnis setzt. Am 16. März lag dieser Wert noch bei 1,11x. Der anschließende Kursrückgang auf 320 Yen hat den Puffer über der kritischen 1,01x-Schwelle erheblich geschrumpft.
Um die Verwässerungswirkung zu begrenzen, hat Metaplanet die Ausübung bereits ausgegebener Warrants für bis zu 210 Millionen Aktien vorübergehend ausgesetzt.
Zwei neue Töchter, ein Krypto-Transfer
Parallel zur Kapitalmaßnahme hat der Vorstand zwei neue Tochtergesellschaften genehmigt: Metaplanet Ventures soll sich auf Bitcoin-Infrastruktur in Japan konzentrieren, Metaplanet Asset Management wird in Miami angesiedelt. Das Unternehmen geht damit über die reine Bitcoin-Akkumulation hinaus.
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Für zusätzliche Verunsicherung sorgte am 17. März ein On-Chain-Vorgang: Metaplanet transferierte 4.986 BTC aus einer Cold Wallet in fünf neue Wallets — nach fast drei Monaten ohne Bewegung. Laut Daten von Arkham deutet die Transaktion auf eine interne Umschichtung hin, nicht auf Verkäufe. Der Markt reagierte dennoch nervös: An dem betreffenden Handelstag wechselten 61 Millionen Aktien den Besitzer, mehr als doppelt so viele wie im Durchschnitt.
Das 210.000-BTC-Ziel
Metaplanet hält derzeit 35.102 Bitcoin im Wert von rund 2,6 Milliarden Dollar. Der sogenannte „555 Million Plan“ sieht vor, diesen Bestand bis Ende 2026 auf 100.000 BTC und bis Ende 2027 auf 210.000 BTC auszubauen. Als Steuerungsgröße dient die Kennzahl „BTC Yield“, die das prozentuale Wachstum der Bitcoin-Bestände je Aktie misst.
Die Mechanik der neuen Warrants ist dabei entscheidend: Sie sollen Kursstärke und Volatilität in selbstfinanzierte Bitcoin-Käufe umwandeln — aber nur dann, wenn der Kurs oberhalb der mNAV-Schwelle liegt. Genau dort steht die Aktie gerade unter Druck, was den ersten echten Belastungstest für dieses Konstrukt einläutet.
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