Während Metaplanet seine operative Reichweite in Asien ausbaut, geraten die internen Vergütungs- und Kontrollstrukturen des Unternehmens unter Druck. Am Freitag stufte die Investmentgesellschaft VanEck die Vergütungspraktiken für Führungskräfte bei Metaplanet mit der schlechtesten Note ein. Das japanische Unternehmen fiel nach Angaben von VanEck bei allen vier angewendeten Prüfkriterien durch. Unter den zehn weltweit größten Unternehmen mit Krypto-Treasury war Metaplanet die einzige Gesellschaft, die dieses Urteil erhielt.
Die deutliche Kritik trifft das Management in einer Phase grundlegender Weichenstellungen. Neben den Diskussionen um die Vorstandsvergütung stehen auch organisatorische Neuerungen an. Das Unternehmen kündigte an, seine Datenschutzrichtlinie zum 19. Oktober 2026 teilweise zu überarbeiten. Zudem verstärkte sich Metaplanet am 11. September in der Verwaltung und ernannte Yoshihisa Ikurumi zum Executive Officer sowie Director of Administration.
Neue Gesellschaft in Hongkong
Parallel zu den internen Weichenstellungen treibt das Unternehmen seine internationale Präsenz voran. Am 11. September beschloss Metaplanet die Gründung der Tochtergesellschaft Metaplanet Asset Management Asia Limited mit Sitz in Hongkong.
Die Einheit befindet sich vollständig im Besitz der Muttergesellschaft und soll mit einem Anfangskapital von 1 Million $ ausgestattet werden. Ihre Aufgabe besteht darin, an Bitcoin gekoppelte Kapitalanlagen während der asiatischen Marktzeiten zu verwalten.
Dieser Schritt soll dem Unternehmen eine gezieltere Steuerung der Krypto-Investitionen im regionalen Handelsumfeld ermöglichen. Durch die lokale Präsenz will Metaplanet flexibler auf Marktbewegungen in Asien reagieren.
Umbau der Bezugsrechte
Begleitet werden die Maßnahmen von einer deutlichen Umgestaltung des Kapitalrahmens. Vor gut drei Wochen beschloss das Unternehmen Anpassungen an den Aktienbezugsrechten der Serie 10. Dabei sank die Zahl der potenziellen Aktien um 41,1 Prozent auf 188,19 Millionen Anteile. Zugleich strich das Management die geplante Übertragung von 20 Prozent der nicht ausgeübten Rechte in einen Mitarbeiter-Pool.
Die verbleibenden Rechte wurden auf drei Tranchen mit Fälligkeiten im August 2029, 2030 und 2031 aufgeteilt. Für Anleger bedeuten diese Anpassungen zwar eine Verringerung der potenziellen Verwässerung, das Zusammenspiel aus Vergütungsfragen und Kapitalstruktur sorgt am Markt jedoch für Gesprächsstoff.
An der Börse notierte das Papier am gestrigen Dienstag bei einem Schlusskurs von 1,60 Euro, was einem leichten Tagesverlust von 1,0 Prozent entspricht. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens beläuft sich auf umgerechnet 1,81 Milliarden Euro.
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