Metaplanet zieht gleich an zwei Fronten. Das japanische Bitcoin-Unternehmen streicht für 60 Tage die ADR-Gebühren und öffnet morgen das Ausübungsfenster für seine 27. Warrantsserie. Ein klares Signal an amerikanische Investoren — mitten in einer Phase erheblicher Buchverluste.
Kostenfreier Einstieg für US-Anleger
Seit dem 13. April entfällt für alle Anleger die übliche Gebühr von bis zu 0,05 US-Dollar pro ADR. Die Regelung gilt bis zum 12. Juni 2026. Das ADR-Programm selbst startete erst im Dezember 2025 und soll US-Investoren den Zugang zur in Tokio notierten Aktie erleichtern.
CEO Simon Gerovich begründet den Schritt mit Rückmeldungen aus mehreren Quartalen. Das Ziel: mehr globale Liquidität, bessere Bewertung. Auf die Bilanz soll die Maßnahme keinen wesentlichen Einfluss haben.
Warrants mit Sicherheitsnetz
Ab dem 16. April kann EVO FUND bis zu 100 Millionen neue Stammaktien zeichnen. Der Ausübungspreis passt sich täglich an den Vortagesschlusskurs an. Allerdings greift eine Schutzklausel: Die Warrants dürfen nur ausgeübt werden, wenn ein bestimmter Nettovermögenswert-Multiplikator über 1,01 liegt.
Der einfache mNAV liegt aktuell bei 0,82 — also unterhalb der Schwelle. Verwässerte Kennzahlen zeigen 1,04 beziehungsweise 1,08. Eine sofortige Ausübung ist damit unwahrscheinlich. Parallel dazu hat Metaplanet die Ausübungsrechte der 23. und 24. Warrantsserie bis Dezember 2027 ausgesetzt. Betroffen sind Rechte auf bis zu 210 Millionen Aktien.
Bitcoin-Strategie unter Druck
Der Kernkonflikt bleibt ungelöst. Metaplanet hält seine Bitcoin zu einem durchschnittlichen Einstandspreis von rund 107.607 US-Dollar — weit über dem aktuellen Marktpreis. Der daraus resultierende unrealisierte Verlust beläuft sich laut einer Analyse vom 11. April auf rund 1,45 Milliarden US-Dollar, ein Minus von 38,5 Prozent auf die Gesamtposition.
Die Akkumulation läuft trotzdem weiter. Im ersten Quartal 2026 kaufte das Unternehmen 5.075 Bitcoin für rund 398 Millionen US-Dollar — zu einem gewichteten Durchschnittspreis zwischen 78.000 und 79.898 Dollar. Der Gesamtbestand liegt nun bei 40.177 BTC. Damit ist Metaplanet der drittgrößte börsennotierte Bitcoin-Halter weltweit.
Ein Optionsprogramm federt die Verluste teilweise ab. Metaplanet verkauft gesicherte Put-Optionen unterhalb des Marktpreises. Verfallen diese wertlos, behält das Unternehmen die Prämie. Im ersten Quartal flossen so 18,6 Millionen US-Dollar ein — reinvestiert in Bitcoin, was die Anschaffungskosten um rund 3.900 Dollar pro Coin senkte.
Der Bitcoin-Yield — ein Maß für den Zuwachs der Bestände je verwässerter Aktie — fiel im ersten Quartal auf 2,8 Prozent. Im Vorquartal lag er noch bei 11,9 Prozent, in Q3 2025 sogar bei 33 Prozent. Die fortlaufende Aktienausgabe drückt diese Kennzahl spürbar.
Das übergeordnete Ziel bleibt unverändert: 100.000 Bitcoin bis Ende 2026, finanziert durch weitere Aktien- und Warrantausgaben im Volumen von bis zu 44,46 Milliarden Yen. Den nächsten formellen Einblick in die Zahlen liefert der Quartalsbericht im Mai 2026.
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