Metaplanet hat eine schwierige Woche hinter sich. Cantor Fitzgerald senkte das Kursziel auf 2,75 Dollar — von zuvor 3,00 Dollar — und hielt dabei an der Kaufempfehlung fest. Der Auslöser: ein Quartalsbericht, der zwei völlig gegensätzliche Geschichten erzählt.
Starke Operativzahlen, massiver Buchverlust
Das Kerngeschäft lief im ersten Quartal 2026 besser als je zuvor. Der Umsatz stieg um 251 Prozent auf rund 19,5 Millionen Dollar. Das operative Ergebnis kletterte um 282 Prozent auf umgerechnet etwa 14,4 Millionen Dollar — bei einer operativen Marge von 73,6 Prozent. Den Löwenanteil lieferten Bitcoin-Optionen und Derivategeschäfte.
Allerdings dominierte Bitcoin den Gesamtabschluss. Die Kryptowährung verlor im ersten Quartal rund 22 bis 24 Prozent ihres Wertes und fiel von etwa 87.000 Dollar auf rund 66.000 Dollar zum Quartalsende — das schwächste erste Quartal seit 2018. Das schlug direkt auf Metaplanets wachsendes Bitcoin-Treasury durch. Unterm Strich stand ein Nettoverlust von umgerechnet rund 725 Millionen Dollar. Der größte Teil davon war nicht zahlungswirksam: Buchverluste auf die gesunkenen Bitcoin-Bestände.
Das Management hält dennoch an der Jahresprognose fest. Für 2026 erwartet Metaplanet weiterhin einen Umsatz von rund 101 Millionen Dollar und ein operatives Ergebnis von etwa 72 Millionen Dollar.
Kurs nahe Jahrestief, Analysten bleiben optimistisch
Die Aktie schloss am 21. Mai bei 308 Yen — nahe dem 52-Wochen-Tief von 284 Yen. Seit Jahresbeginn hat der Kurs rund 25 Prozent verloren. Vom 52-Wochen-Hoch bei 1.930 Yen ist er sogar 84 Prozent entfernt.
Zwei Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf. Das durchschnittliche Zwölfmonatskursziel liegt bei 943,50 Yen — mit einer Bandbreite von 787 bis 1.100 Yen. Zum aktuellen Kurs entspricht das einem erheblichen Aufwärtspotenzial auf dem Papier.
Parallel dazu besteht ein deutlicher Abstand zum inneren Wert. Metaplanet hält 40.177 Bitcoin mit einem NAV von 3,1 Milliarden Dollar. Die Anschaffungskosten lagen bei insgesamt 3,92 Milliarden Dollar — ein durchschnittlicher Einstandspreis von 97.593 Dollar je Bitcoin. Die Aktie notiert damit weiter mit einem spürbaren Abschlag auf den Bitcoin-NAV.
Preferred Shares verzögert, 100.000-BTC-Ziel weit entfernt
CEO Simon Gerovich bestätigte, dass die geplanten Preferred-Share-Listings vorerst auf Eis liegen. Japanische Börsenregeln verlangen, dass Vorzugsdividenden durch stabile, wiederkehrende Cashflows gedeckt sind — nachgewiesen über mehrere Marktzyklen. Metaplanet hat erst sechs Quartale Betriebsgeschichte im Bitcoin-Einkommensgeschäft. Das reicht den Börsen bislang nicht aus.
Das geplante Instrument wäre erst das siebte börsennotierte Preferred-Share-Papier in Japan — und das erste ewige Vorzugspapier überhaupt auf diesem Markt.
Beim Aufbau des Bitcoin-Bestands hat Metaplanet rund 40 Prozent seines Jahresziels erreicht. Das „555 Million Plan“ genannte Programm sieht 100.000 BTC bis Ende 2026 und 210.000 BTC bis Ende 2027 vor. Um das Jahresziel noch zu erreichen, müsste das Unternehmen seine Bestände in den verbleibenden Monaten mehr als verdoppeln. Für 2027 wäre eine Verfünffachung nötig — bei stabilen Bitcoin-Preisen ein Kapitalbedarf von rund 10 Milliarden Dollar. Metaplanet ist damit global die Nummer drei unter börsennotierten Unternehmen nach Bitcoin-Beständen, hinter Strategy mit 762.099 BTC und Twenty One Capital mit 43.514 BTC.
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