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Metaplanet Aktie: Bitcoin-Wette wackelt

Der japanische Investor Metaplanet hält an seiner großen Bitcoin-Position fest, obwohl der durchschnittliche Kaufpreis deutlich über dem aktuellen Marktwert liegt. Die Aktie notiert nahe ihrem Jahrestief.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Durchschnittlicher Bitcoin-Kaufpreis bei 107.000 US-Dollar
  • Aktuell unrealisierte Verluste von etwa 35 Prozent
  • Aktienkurs fällt auf 340 Yen nahe Jahrestief
  • Management beruft sich auf Buffett-Strategie

Der japanische Bitcoin-Investor Metaplanet hält eisern an seiner Strategie fest – trotz massiver Kursverluste. Mit über 35.000 Bitcoin im Portfolio sitzt das Unternehmen auf hohen unrealisierten Verlusten. CEO Simon Gerovich kontert die Marktturbulenz mit einem Warren-Buffett-Zitat: „Be greedy when others are fearful.“

Die Ausgangslage ist brutal: Der „Crypto Fear & Greed Index“ sackte am Wochenende auf einen Wert von 6 ab – der tiefste Stand seit 2022. Bitcoin selbst rutschte zeitweise auf 60.000 US-Dollar, bevor eine Erholung auf 70.000 US-Dollar einsetzte.

Das Problem: Einstieg zur Unzeit

Metaplanet hat sich mit 35.102 Bitcoin zu einem der größten Unternehmenshalter der Kryptowährung weltweit aufgeschwungen. Doch das Timing erweist sich als verheerend:

  • Durchschnittlicher Kaufpreis: Rund 107.000 US-Dollar pro Bitcoin
  • Aktueller Kurs: 70.000 US-Dollar (nach Erholung)
  • Rechnerischer Verlust: Etwa 35 Prozent pro Coin

Diese Diskrepanz schlägt direkt auf die Bilanz durch. An der Börse Tokio zeigte sich die Nervosität der Anleger deutlich: Am Freitag, 6. Februar, verlor die Aktie 5,56 Prozent auf 340,0 Yen. Damit bewegt sich der Titel nahe dem unteren Ende seiner 52-Wochen-Spanne von 291,0 bis 1.930,0 Yen.

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Vergleichbare Strategie unter Druck

Metaplanet steht mit seiner Situation nicht allein. Das US-Unternehmen MicroStrategy, das eine ähnliche Bitcoin-Akkumulationsstrategie verfolgt, meldete für das vierte Quartal 2025 einen Verlust von 12,4 Milliarden US-Dollar – kaufte aber ebenfalls weiter zu.

Die zentrale Frage: Ist der aktuelle Kursrückgang bei Bitcoin eine Kaufgelegenheit oder der Beginn einer längeren Korrektur? Metaplans Management setzt auf Ersteres und bleibt seiner Linie treu.

Ausblick: Erholung oder weitere Verluste?

Die Bitcoin-Erholung über 70.000 US-Dollar am 7. Februar könnte eine erste Stabilisierung signalisieren. Ob diese Bewegung nachhaltig ist, wird sich in den kommenden Handelstagen zeigen müssen. Für Metaplanet hängt die kurzfristige Kursentwicklung direkt am Bitcoin-Preis – eine Abhängigkeit, die das Management bewusst in Kauf genommen hat.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.