Metaplanet will nicht mehr nur Bitcoin sammeln. Das Unternehmen plant den Wandel zum aktiven Finanzdienstleister und lässt seine Krypto-Reserven künftig arbeiten. Mit dem Projekt „NOVA“ entstehen nun eigene verzinsten Anleihen auf Basis der digitalen Währung.
Rendite-Jagd mit Bitbonds
Das Vorhaben nutzt die Bitcoin-Bestände der Firma als Sicherheit für tokenisierte Unternehmensanleihen. Diese sogenannten Bitbonds sollen japanischen Anlegern feste Zinsen zwischen 4 und 6 Prozent pro Jahr bieten. In einem Markt wie Japan gilt dies als Kampfansage an das herrschende Niedrigzinsumfeld.
Die Partner JPYC und Progmat unterstützen die technische Umsetzung. Metaplanet stellt dafür seine Schatzkammer bereit. Dort liegen aktuell rund 43.000 Bitcoin, die nun als Fundament für neue Finanzprodukte dienen.
Infrastruktur für den Massenmarkt
Das Unternehmen hat parallel dazu die notwendigen Lizenzen erworben. Die Übernahme von Metaplanet Securities für 2,1 Milliarden Yen war dafür der entscheidende Schritt. Durch diese Tochtergesellschaft kann der Konzern seine Wertpapiere künftig direkt an Investoren verkaufen und einen Sekundärmarkt aufbauen.
Die Strategie verfängt bei den heimischen Anlegern. Inzwischen halten mehr als 250.000 Japaner Anteile an Metaplanet. Rein rechnerisch besitzt damit einer von 600 Einwohnern des Landes die Aktie.
An der Börse notiert das Papier derzeit bei 1,22 Euro. Damit hat sich der Kurs um rund 17 Prozent von seinem Jahrestief im Juni erholt. Das Analysehaus Benchmark stuft den Titel weiterhin mit „Buy“ ein und sieht den langfristigen Wert in der Transformation zur Bitcoin-Bank.
Expansion des Bitcoin-Bestands
Für das weitere Wachstum hat sich Metaplanet frisches Kapital gesichert. Der EVO Fund stellt über Wandelanleihen bis zu 9,66 Milliarden Yen bereit. Das Management verfolgt ein klares Ziel: Bis Ende 2026 soll der Bestand auf insgesamt 100.000 Bitcoin anwachsen. Damit festigt das Unternehmen seinen Platz als einer der größten börsengehandelten Bitcoin-Halter weltweit.
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