Metaplanet plant den nächsten Entwicklungsschritt. Bisher kaufte das Unternehmen vor allem Bitcoin für die eigene Bilanz. Nun soll eine Infrastruktur für digitale Kredite entstehen. Diese Initiative bildet laut CEO Simon Gerovich das Zentrum der kommenden Wachstumsphase.
Lizenz als Grundstein
Den Grundstein für diesen Umbau legte die Übernahme von Siiibo Securities. Metaplanet zahlte für den Zukauf rund 2,1 Milliarden Yen. Mit der nun finalisierten Akquisition hält die Firma eine japanische Wertpapierlizenz.
Damit kann der Konzern künftig Bitcoin-basierte Renditeprodukte anbieten. Auch tokenisierte Wertpapiere für den japanischen Retail-Markt sind geplant. Das Unternehmen wandelt sich so von einer reinen Holding-Gesellschaft zu einem regulierten Finanzdienstleister.
Druck auf das Finanzierungsmodell
Anleger reagierten am Donnerstag dennoch mit Verkäufen. Die Aktie verlor rund acht Prozent an Wert. Mit einem Kurs von 1,26 Euro notiert das Papier deutlich unter den Höchstständen des Vorjahres.
Die Kursverluste belasten das bisherige Finanzierungsmodell von Metaplanet. Die Firma nutzt oft steigende Kurse, um Kapital für weitere Bitcoin-Käufe aufzunehmen. Das Management prüft daher alternative Wege zur Kapitalbeschaffung. Dazu gehört die Ausgabe von Vorzugsaktien. So soll eine zu starke Verwässerung der Stammaktien verhindert werden.
Zielmarke von 210.000 Bitcoin
Das langfristige Ziel bleibt trotz des Kursdrucks ambitioniert. Bis zum Jahr 2027 will Metaplanet den Bestand auf 210.000 BTC ausbauen. Das Unternehmen will so zu einem der weltweit größten börsennotierten Bitcoin-Halter aufsteigen.
Weitere Details zur neuen Kredit-Plattform folgen Ende August auf der Fachkonferenz WebX2026. Parallel dazu veröffentlicht Metaplanet im August seinen nächsten Quartalsbericht. Diese Zahlen werden erstmals zeigen, wie stark die Integration von Siiibo Securities die Bilanz beeinflusst.
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