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Metaplanet Aktie: 2.823 BTC für 35,9 Milliarden Yen

Metaplanet hält 43.000 Bitcoin und meldet langsameres Zukauftempo. Unrealisierte Verluste von 40 Prozent belasten die Bilanz vor den Q2-Zahlen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Drittgrößter börsennotierter Bitcoin-Halter
  • Langsamstes Zukauftempo seit über einem Jahr
  • Unrealisierte Verluste von rund 40 Prozent
  • Neue Einnahmen durch Optionsgeschäfte

Am Vorabend der Veröffentlichung der vollständigen Finanzergebnisse für das zweite Quartal 2026 hat Metaplanet Details zu seiner Bitcoin-Strategie und dem aktuellen Krypto-Bestand bekannt gegeben.

Das Unternehmen verfügt nun über insgesamt 43.000 Bitcoin (BTC). Damit festigt der Konzern seine Position als weltweit drittgrößter börsennotierter Unternehmenshalter der Kryptowährung, direkt hinter Branchengrößen wie MicroStrategy und Twenty One Capital.

Zukäufe verlangsamen sich trotz Milliarden-Investitionen

In den vergangenen drei Monaten investierte das Unternehmen rund 35,9 Milliarden Yen (etwa 222 Millionen US-Dollar) in den Zukauf von 2.823 BTC. Medienberichten zufolge markiert dies das langsamste Quartalstempo bei den Akquisitionen seit über einem Jahr. Insgesamt belaufen sich die Kosten für den Gesamtbestand inzwischen auf 659,2 Milliarden Yen.

Die Strategie birgt jedoch erhebliche Bewertungsrisiken: Der durchschnittliche Kaufpreis pro Coin liegt laut Unternehmensangaben bei etwa 94.792 US-Dollar. Da die Kryptowährung Anfang August zeitweise in den Bereich von 60.000 US-Dollar abrutschte, verbucht Metaplanet auf seinen Bestand derzeit unrealisierte Verluste von rund 40 Prozent.

Die Anleger blicken daher gespannt auf die morgige Veröffentlichung des vollständigen Finanzberichts, um die Auswirkungen auf die Bilanz genauer einschätzen zu können.

Neue Einnahmequellen und strategische Expansion

Neben dem reinen Halten von Kryptowerten generiert das Unternehmen Erlöse durch das Programm „Bitcoin Income Generation“. Hierbei werden Optionen auf die eigenen Bestände verkauft. Im zweiten Quartal erwirtschaftete dieser Bereich einen Umsatz von etwa 10,9 Millionen US-Dollar. Für das gesamte erste Halbjahr 2026 summierten sich diese Erträge bereits auf rund 29,3 Millionen US-Dollar.

Parallel dazu treibt das Unternehmen seine Expansion im Finanzsektor voran. Die Integration des in Tokio ansässigen Brokers Siiibo Securities ist nach der rund 13 Millionen US-Dollar schweren Übernahme im Juni nun abgeschlossen. Das Institut firmiert künftig unter dem Namen Metaplanet Securities Inc.

Zudem wurde gemeinsam mit dem Stablecoin-Herausgeber JPYC und der Plattform Progmat das „Project NOVA“ gestartet. Ziel dieser Kooperation ist die Entwicklung digitaler Unternehmensanleihen, die mit Bitcoin besichert und in Yen-Stablecoins abgewickelt werden. Metaplanet Ventures beteiligte sich zudem an einer erweiterten Finanzierungsrunde von JPYC über insgesamt 6 Milliarden Yen.

CEO erwägt Aktienrückkäufe bei Kursabschlag

CEO Simon Gerovich signalisierte am vergangenen Freitag, dass das Unternehmen Aktienrückkäufe „stark in Erwägung“ ziehe. Finanziert werden könnten diese Maßnahmen durch eine bestehende Kreditlinie über 500 Millionen US-Dollar, die durch Bitcoin-Bestände besichert ist.

Hintergrund ist die aktuelle Marktbewertung des Unternehmens: Das Verhältnis des Marktwertes zum Dollar-Wert der Bitcoin-Bestände (mNAV) sank im Juni zeitweise auf das 0,90-fache, was bedeutet, dass das Unternehmen an der Börse günstiger bewertet wurde als seine reinen Krypto-Bestände.

Die Aktie verzeichnete gestern einen leichten Rückgang von 0,70 Prozent auf 1,22 Euro. Seit Jahresbeginn hat der Wert damit deutlich verloren und weist ein Minus von 45,16 Prozent auf. Aktuell notiert das Papier etwa 1,78 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 1,25 Euro. Ob die für morgen angekündigten Quartalszahlen neue Impulse für eine Kurserholung liefern können, bleibt die zentrale Frage für den Rest der Handelswoche.

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Diskussion zu Metaplanet

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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