Neue Partnerschaften, aber kein Boden in Sicht. Metaplanet baut sein Aktionärsprogramm aus — und die Aktie fällt trotzdem auf ein Jahrestief.
Belohnungsprogramm wächst, Kurs bricht ein
Am 24. Juni hat Metaplanet eine neue Kooperation mit HashPort Inc. und JPYC Inc. bekanntgegeben. Beide Unternehmen treten dem Aktionärs-Belohnungsprogramm bei. JPYC ist ein führender Anbieter von Yen-Stablecoins, HashPort liefert Blockchain-Beratung. Zuvor hatte Metaplanet bereits Kaiser Kitchen KK und Coincheck in das Programm aufgenommen.
Die Idee dahinter: Aktionäre sollen über digitale Assets an das Unternehmen gebunden werden. Konkrete Details zu den einzelnen Prämienmodellen nannte Metaplanet bislang nicht.
Parallel dazu hat das Unternehmen Anteile von Siiibo Securities erworben und Ausübungspreise für Warrants angepasst. Das deutet auf eine laufende Optimierung der Kapitalstruktur hin.
Bitcoin zieht die Aktie nach unten
Metaplanet hält Bitcoin als zentralen Bestandteil seiner Unternehmensstrategie. Das macht den Kurs hochgradig abhängig von der Kryptowährung. Am 24. Juni fiel Bitcoin unter die Marke von 60.000 Dollar — auf den niedrigsten Stand seit Ende 2024. Kein Wunder, dass Metaplanet-Aktionäre nervös reagieren.
Die Folge: Die Aktie schloss gestern bei 1,20 Euro und liegt damit nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 1,18 Euro. Zum Vergleich: Im Juni 2025 notierte das Papier noch bei 9,72 Euro. Das entspricht einem Verlust von rund 87 Prozent innerhalb eines Jahres. Ähnlich hart traf es Strategy (MSTR), das ebenfalls Bitcoin-lastig aufgestellt ist.
Technische Lage bleibt angespannt
Der RSI liegt bei 32,9 — nahe am überverkauften Bereich, aber noch ohne klares Umkehrsignal. Der 200-Tage-Durchschnitt steht bei 2,38 Euro, also fast doppelt so hoch wie der aktuelle Kurs. Die Volatilität der vergangenen 30 Tage beträgt annualisiert 62,47 Prozent.
Seit Jahresbeginn hat die Aktie knapp 46 Prozent verloren. Allein in den vergangenen 30 Tagen waren es fast 24 Prozent. Ob die neuen Partnerschaften das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen können, hängt letztlich weniger von Belohnungsprogrammen ab — und mehr davon, wohin Bitcoin als nächstes läuft.
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