Metallium hat entscheidende Fortschritte am Technologiecampus Gator Point im US-Bundesstaat Texas erzielt. Nach der Beseitigung regulatorischer Hindernisse durch eine gezielte Grundstücksakquisition und dem Zufluss erster Gelder aus einem neuen kommerziellen Abkommen bereitet das Unternehmen die nächste Phase seiner technologischen Entwicklung vor. Im Mittelpunkt steht dabei die großflächige Erprobung des Flash-Joule-Heating-Verfahrens zur Gewinnung Seltener Erden.
Strategische Grundstücksakquisition in Texas
Ein zentraler Meilenstein für den weiteren Ausbau der Kapazitäten war der Erwerb von zusätzlichem Land unmittelbar nördlich des bestehenden Standorts Gator Point. Am 25. August übernahm Metallium die Fläche vom Chambers County Landfill für den symbolischen Preis von einem US-Dollar. Diese Transaktion löst eine zuvor bestehende Genehmigungsbeschränkung hinsichtlich der Abstandsregeln auf, die den Einbau notwendiger Reaktoren blockiert hatte.
Im Rahmen dieser Vereinbarung wird Metallium zudem den elektronischen Abfall des Landkreises verarbeiten. Hierfür ist der Aufbau eines Zentrums für die Entsorgung von IT-Vermögenswerten (ITAD) geplant. Diese Kooperation sichert dem Unternehmen nicht nur den notwendigen Platz für die industrielle Skalierung, sondern integriert den Standort auch tiefer in die lokale Infrastruktur zur E-Schrott-Verwertung.
Partnerschaft mit Environmental Clean Technologies
Parallel zur Standorterweiterung meldet das Unternehmen den Beginn der ersten kommerziellen Umsatzphase. Aus einem Technologie-Dienstleistungsvertrag mit Environmental Clean Technologies (ECT) erhielt Metallium eine Vorabzahlung in Höhe von 500.000 US-Dollar.
Die Vereinbarung sieht vor, dass Metallium über einen Zeitraum von zwölf Monaten Forschungs-, Entwicklungs- und Ingenieurdienstleistungen erbringt, um die Produktion von MXenen am Standort Gator Point zu evaluieren.
Die finanzielle Struktur des Abkommens umfasst neben der Anzahlung vierteljährliche Raten von jeweils 225.000 US-Dollar, die ab dem 1. November fällig werden. Insgesamt beläuft sich das Volumen der ersten Phase auf bis zu 1,4 Millionen US-Dollar. Ergänzt wird die Vergütung durch 20 Millionen Aktienoptionen von ECT, deren Ausübung noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aktionäre steht.
Technischer Fortschritt und personelle Neuausrichtung
Technisch fokussiert sich Metallium nun auf die Wiederaufnahme der Tests mit chloriertem Flash-Joule-Heating in den Gebäuden 706, 707 und 708. Nach einer zweiwöchigen Hochlaufphase ist für den laufenden September eine zwölfstündige Kampagne mit mehreren Reaktoren geplant.
Frühere Testreihen lieferten bereits vielversprechende Ergebnisse: In einem einzigen, nicht optimierten Zyklus wurde Roherz mit einem Gehalt von etwa 12 Prozent seltener Erdoxide in ein Produkt mit über 83 Gewichtsprozent angereichert.
Zur Unterstützung dieser Expansionsphase ernannte das Unternehmen John Campo zum Head of Engineering. Zudem wurde die Analysekapazität vor Ort durch neue Geräte für die Röntgendiffraktometrie und die thermogravimetrische Analyse erweitert.
An der Börse notiert die Aktie heute bei 0,2262 Euro, was einem Tagesverlust von 1,7 Prozent entspricht. Das Papier steht damit weiterhin unter erheblichem Druck; seit Jahresbeginn beläuft sich das Minus auf 60 Prozent. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 0,8100 Euro, das am 3. Oktober 2025 erreicht wurde, beträgt aktuell 72 Prozent. Für den 25. September ist die Veröffentlichung des nächsten Ergebnisberichts angekündigt.
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