Meta startet ins Börsenjahr 2026 mit einem klaren Signal: Künstliche Intelligenz bleibt der zentrale Wachstumstreiber. Mit der Übernahme des Start-ups Manus für rund 2 Milliarden US-Dollar schärft der Konzern seine Position im Bereich sogenannter „Agentic AI“ – also KI-Systeme, die eigenständig komplexe Aufgaben abarbeiten können. Spannend ist vor allem die Frage, wie stark dieser Schritt Metas Vorsprung im Werbe- und Plattformgeschäft ausbauen kann.
Strategische Offensive in „Agentic AI“
Mit Manus holt sich Meta eine Technologie ins Haus, die deutlich über klassische Chatbots hinausgeht. Während herkömmliche KI-Assistenten meist Texte verarbeiten und beantworten, zielt Manus auf autonome Agenten, die mehrstufige Abläufe planen und umsetzen können – etwa umfangreiche Recherchen oder die Interaktion mit Software und Services.
Der Kaufpreis von rund 2 Milliarden US-Dollar wird von Analysten als folgerichtig bewertet. Manus, entwickelt vom Start-up Butterfly Effect, soll eng in Metas bestehende Meta-AI-Infrastruktur und Plattformen wie Instagram eingebunden werden. Gleichzeitig bleibt der bestehende Abo-Dienst von Manus zunächst als eigenständiges Angebot erhalten, was auf eine zweigleisige Strategie hindeutet: schnelle Integration ins Kerngeschäft bei gleichzeitiger Wahrung des eigenständigen Produktprofils.
Ein wichtiger Punkt des Deals ist die geopolitische Entschärfung. Manus wurde ursprünglich in China gegründet, hat seinen Sitz jedoch bereits im Juni 2025 nach Singapur verlegt. Im Zuge der Übernahme trennt sich das Unternehmen vollständig von chinesischen Investoren. Damit will Meta regulatorische Risiken in den USA minimieren und eine reibungslose Eingliederung in den eigenen Konzernverbund sicherstellen.
Morningstar bezeichnet die Transaktion als „sinnvoll“. Die Bewertung entspricht etwa dem 20‑fachen des geschätzten Jahresumsatzes von über 100 Millionen US-Dollar. Aus Sicht vieler Marktbeobachter stärkt Meta damit unmittelbar seine Fähigkeiten in Deep Learning und Natural Language Processing und setzt ein klares Zeichen im Wettbewerb mit OpenAI (Microsoft) und Googles DeepMind.
Fundamentale Lage und Institutionen
Der Zukauf kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich Metas frühere Großinvestitionen in KI bereits in den Zahlen niederschlagen. Für das Geschäftsjahr 2024 meldete der Konzern einen Umsatzanstieg auf 164,50 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 21,94 % im Jahresvergleich. Noch deutlicher legte der Gewinn zu: Der Nettogewinn kletterte um fast 60 % auf 62,36 Milliarden US-Dollar. Damit erhält CEO Mark Zuckerbergs hoher Kapitaleinsatz in Rechenzentren und KI-Infrastruktur im Nachhinein deutliche Rückendeckung.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Meta?
Ganz ohne Gegenwind läuft es dennoch nicht. Ende Dezember reichte die US Virgin Islands eine Klage gegen Meta ein, unter anderem wegen Werbepraktiken und Bedenken beim Kinderschutz. An der Börse spielen diese juristischen Risiken bislang aber nur eine Nebenrolle.
Auf institutioneller Seite zeigen sich gemischte Signale. So hat Sowell Financial Services seine Position im dritten Quartal um 13,4 % reduziert. Insgesamt bleibt die Basis großer Adressen jedoch breit: Rund 80 % der Aktien liegen weiterhin in den Händen institutioneller Investoren – ein Indiz für anhaltendes Grundvertrauen in die Story.
Die Analystenseite ist klar optimistisch. 45 Experten covern den Titel, der Konsens lautet auf „Strong Buy“. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 822,30 US-Dollar und damit rund ein Viertel über dem aktuellen Niveau.
Ausblick und charttechnische Einordnung
An der Börse kommt der Manus-Deal gut an. Nach dem jüngsten Rücksetzer gegen Jahresende notiert die Aktie aktuell bei 660,09 US-Dollar und damit klar über dem 50‑ und 200‑Tage-Durchschnitt, was auf eine intakte übergeordnete Aufwärtsstruktur hindeutet.
Der nächste klare Fixpunkt für Anleger steht bereits: Am 28. Januar 2026 legt Meta die nächsten Quartalszahlen vor. Dann dürfte das Management ausführlicher erläutern, wie schnell die „Agentic AI“-Fähigkeiten von Manus in Werbeprodukte, Nutzeranwendungen und die bestehende Meta-AI-Plattform einfließen sollen. Entscheidend wird, ob Meta den Deal als kurzfristigen Mehrwert für Werbekunden und Nutzer konkret hinterlegen kann – gelingt das, könnte die Übernahme mehr sein als nur ein weiterer Baustein in der KI-Strategie, nämlich ein zusätzlicher Wachstumstreiber im laufenden Jahr.
Meta-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Meta-Analyse vom 2. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Meta-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Meta-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Meta: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
