Meta hat innerhalb von 48 Stunden gleich mehrere Baustellen offenbart. Ein verzögertes KI-Modell, mögliche Massenentlassungen und der Rückzug aus der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf Instagram — das Bild, das sich ergibt, ist das eines Konzerns, der seine ambitionierten Pläne gegen die Realität der Kosten abwägt.
Das KI-Modell kommt zu spät
Metas nächste KI-Generation, intern unter dem Codenamen „Avocado“ bekannt, sollte ursprünglich im März 2026 erscheinen. Nach ersten Tests zog das Unternehmen die Notbremse: Das Modell schnitt im Vergleich zu Wettbewerbern schlechter ab als erwartet. Die Verschiebung trifft Meta zu einem ungünstigen Zeitpunkt — der Konzern erhöht gleichzeitig massiv seine Investitionen in Rechenzentren und Hardware.
Für Anleger stellt sich die Frage, wann und wie Meta generative KI-Funktionen auf seinen Plattformen tatsächlich monetarisieren kann. Technische Rückschläge verzögern diesen Zeitplan.
Stellenabbau und Eigenentwicklung als Antwort auf steigende Kosten
Laut Reuters erwägt Meta einen Stellenabbau von 20 Prozent oder mehr der weltweiten Belegschaft. Hintergrund ist ein geplantes Investitionsprogramm von 600 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur bis 2028. Unternehmenssprecher Andy Stone bezeichnete die Berichte als spekulativ — die Reaktion der Märkte fiel dennoch spürbar aus. Die Meta-Aktie verlor allein am Freitag rund 3,5 Prozent und notiert inzwischen knapp 21 Prozent unter ihrem Allzeithoch vom Juli 2025.
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Parallel dazu hat Meta einen detaillierten Fahrplan für eigene KI-Chips vorgestellt. Vier neue Generationen des hauseigenen „Meta Training and Inference Accelerator“ (MTIA) — die Modelle 300, 400, 450 und 500 — sollen die Abhängigkeit von externen Chip-Lieferanten schrittweise reduzieren. Erste MTIA-Chips laufen bereits in den Empfehlungssystemen von Facebook und Instagram.
Abkehr vom Datenschutzversprechen
Hinzu kommt eine Entscheidung, die inhaltlich in eine andere Richtung weist: Ab Mai 2026 stellt Meta die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Instagram-Chats ein. Das steht im Widerspruch zur „datenschutzorientierten Vision“, die das Unternehmen 2019 selbst ausgerufen hatte. Hinter der Kehrtwende stehen regulatorischer Druck und die Anforderungen zur Erkennung illegaler Inhalte.
Die Kombination aus verzögertem Flaggschiff-Modell, Sparmaßnahmen und dem Rückzug beim Datenschutz zeigt, wie stark Meta zwischen langfristigen KI-Ambitionen und kurzfristiger Kostendisziplin eingeklemmt ist. Ob die Eigenentwicklung bei Chips die Margen ausreichend schützt, wird sich spätestens mit den nächsten Quartalszahlen konkretisieren.
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