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Meta Aktie: Nukleardeal für KI

Meta schließt langfristige Nuklearstrom-Deals für seine KI-Rechenzentren ab und setzt australische Jugendschutzregeln mit hunderttausenden Kontoschließungen um.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Langfristige Atomstrom-Verträge für KI-Infrastruktur
  • Hunderttausende Konten in Australien geschlossen
  • Markt bewertet Investitionen als notwendige Absicherung
  • Aktie konsolidiert nach Jahresplus von 13 Prozent

Meta setzt seine KI-Strategie mit einem deutlichen Ausbau der Energieinfrastruktur fort und bindet sich langfristig an mehrere Nuklearpartner. Parallel erfüllt der Konzern zügig neue Jugendschutzvorgaben in Australien und nimmt dafür eine große Zahl von Konten vom Netz. Für Anleger rückt damit die Frage in den Vordergrund, wie stark sich diese Investitionen und Regulierungsschritte in den kommenden Quartalen in den Zahlen widerspiegeln.

Nuklearstrom für KI-Rechenzentren

Der Konzern hat am Freitag weitreichende Vereinbarungen mit mehreren Anbietern von Atomstrom bekannt gegeben. Ziel ist es, bis 2035 bis zu 6,6 Gigawatt zusätzliche, CO₂-freie Kapazität in die US-Stromversorgung zu bringen und damit die stark wachsenden, energieintensiven KI-Rechenzentren abzusichern.

Die zentralen Punkte der Vereinbarungen:

  • Vistra: Langfristiger Stromliefervertrag über 20 Jahre mit mehr als 2.600 Megawatt aus Atomkraftwerken in Pennsylvania und Ohio.
  • TerraPower und Oklo: Finanzierung der Entwicklung der fortschrittlichen Natrium-Reaktoren von TerraPower sowie Unterstützung beim Aufbau von insgesamt 1,2 Gigawatt Kapazität durch Oklo.
  • Strategische Ausrichtung: Die Energieoffensive ist direkt mit Metas erklärtem Ziel verknüpft, „Superintelligenz“ zu entwickeln und dafür zuverlässige, kohlenstofffreie Grundlast für KI-Supercluster zu sichern.

Meta betont, dass die Deals die vollen Kosten der zusätzlichen Kapazitäten abdecken sollen, ohne die Stromtarife für Endverbraucher zu erhöhen. Damit versucht der Konzern, Kritik an der hohen Energienachfrage von KI-Infrastrukturen zu begegnen.

Strikter Jugendschutz in Australien

Am Wochenende meldete Meta zudem die vollständige Umsetzung der neuen australischen Social-Media-Regeln. Das Land untersagt die Nutzung sozialer Netzwerke für Personen unter 16 Jahren, und Meta reagiert mit umfangreichen Kontoschließungen.

  • Rund 550.000 Konten wurden in Australien geschlossen.
  • Davon entfielen 330.000 Konten auf Instagram und 173.000 auf Facebook.

Mit diesem Schritt will Meta potenziellen Strafen von bis zu 49,5 Mio. Australischen Dollar (rund 33 Mio. US-Dollar) entgehen und seine Bereitschaft unterstreichen, sich an verschärfte globale Digital- und Jugendschutzvorgaben anzupassen.

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Einordnung und Marktreaktion

Mit der Hinwendung zur Kernenergie reiht sich Meta in die Strategie anderer großer US-Tech-Konzerne ein. Auch Microsoft und Amazon haben sich jüngst zusätzliche Atomstromkapazitäten gesichert, um ihre Rechenzentren langfristig zu versorgen.

Meta geht dabei einen kapitalintensiven Weg, den der Markt derzeit vor allem als notwendige Absicherung der künftigen KI-Infrastruktur wertet. Die Zusage, die vollen Kosten zu tragen und Verbraucherpreise stabil zu halten, soll politischen und öffentlichen Widerstand begrenzen.

An der Börse spiegelt sich ein Übergangsszenario wider. Nach schwach aufgenommenen Q3-Zahlen im Oktober gelang der Aktie 2025 insgesamt ein Jahresplus von 13 % und damit etwas weniger als dem S&P 500, der um 16 % zulegte. Der Schlusskurs lag zuletzt bei 653,49 US-Dollar, der Wert konsolidiert damit nach den Schwankungen zum Jahresende. Am Freitag gab die Aktie um rund 1,15 % nach, blieb aber oberhalb der jüngsten Tiefs.

Die angekündigten Nukleardeals gelten am Markt als Baustein für einen langfristigen „Infrastrukturgraben“ rund um Metas nächste Generation generativer KI-Modelle. Kurzfristig könnten die hohen Vorleistungen jedoch auf die Profitabilität drücken.

Ausblick auf Zahlen und Kursmarken

Für die weitere Einordnung wird der anstehende Q4-Bericht entscheidend, der für Ende Januar oder Anfang Februar erwartet wird. Dann dürfte Meta konkretere Investitionspläne und Capex-Leitlinien für 2026 vorlegen. Die jetzt vereinbarten Nuklearpartnerschaften sprechen dafür, dass die Ausgaben für Infrastruktur deutlich erhöht bleiben.

Aus technischer Sicht bewegt sich die Aktie aktuell in einer Spanne zwischen 642 und 655 US-Dollar. Ein Ausbruch über die Zone um 660 US-Dollar bei positiver Stimmung zur langfristigen KI- und Energie-Strategie wäre ein Signal für eine mögliche Wiederaufnahme des Aufwärtstrends. Gleichzeitig wird der Markt genau verfolgen, in welchem Umfang die langfristig angelegten Energieprojekte die Margen in den nächsten Quartalen belasten.

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